Inhaltsverzeichnis

Glossar

A

Auszug von Wikipedia: Akkreditierung (Hochschule)

Akkreditierung (lateinisch accredere ‚Glauben schenken‘) bezeichnet in verschiedenen Bereichen den rechtlichen Vorgang, bei dem eine allgemein anerkannte Instanz einer anderen das Erfüllen einer besonderen (nützlichen) Eigenschaft bescheinigt. Die Akkreditierung im Hochschulbereich ist ein länder- und hochschulübergreifendes Verfahren der Begutachtung von Studienangeboten in Bachelor- und Masterstudiengängen staatlicher oder staatlich anerkannter Hochschulen.

Auszug von Wikipedia: Amtssprache

Die Amtssprache ist die im Sprachenrecht verbindlich geregelte Sprache eines Landes oder Staates, die für die Regierung und alle staatlichen Stellen untereinander und gegenüber den Bürgern gilt. In der Amtssprache werden Verwaltungsakte und Normen verfasst, Auskünfte an Bürger erteilt, Verhandlungen geführt und protokolliert. In ihr müssen auch Schriftsätze vor Gericht und Anträge eingereicht werden.

Innerhalb eines Landes oder eines Gebietes kann es gleichzeitig mehrere Amtssprachen geben. Staaten mit mehreren Amtssprachen gebrauchen oft zur internen Verständigung aus Vereinfachungsgründen eine gesonderte Arbeitssprache. Amtssprachen und Arbeitssprachen sind auch bei internationalen Behörden wie der UNO und dem Europäischen Patentamt verbreitet.

B

Auszug von Wikipedia: Bachelor

Der Bachelor ([ˈbætʃəlɚ] oder [ˈbætʃlɚ], auch Bakkalaureus oder Baccalaureus [m.] bzw. Bakkalaurea oder Baccalaurea [f.]) ist der niedrigste akademische Grad und üblicherweise der erste Abschluss eines gestuften Studiums an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule, Fachhochschule oder Berufsakademie. Ein Bachelor-Studiengang hat eine Regelstudienzeit von drei bis vier Jahren (6–8 Fachsemester), je nach Art des Fachs und der Lehranstalt. Der Bachelor qualifiziert für eine grundlegende Berufstätigkeit, ein weiterführendes Masterstudium und in besonderen Ausnahmefällen für die Aufnahme eines Promotionsstudiums („Fast-Track-Promotion“).

Das Wort Baccalaureus unterscheidet sich in seiner Bedeutung von dem Wort Baccalaureatus, das in einigen Ländern den ein- bis zweijährigen postgradualen akademischen Grad Bachelor with Honours (Baccalaureatus cum Honore) bezeichnet.

Auszug von Wikipedia: Beglaubigung

Die Beglaubigung ist eine amtliche Bescheinigung der Richtigkeit einer Unterschrift oder Abschrift, als öffentliche Beglaubigung durch einen Notar oder als amtliche Beglaubigung durch eine andere landesrechtlich hierzu ermächtigte Behörde. Es ist allgemein eine Bescheinigung, dass Zweitschriften mit dem Original übereinstimmen und speziell im Rechtsverkehr ein gesetzliches Formerfordernis, wonach Unterschriften in bestimmten Verträgen oder Urkunden durch öffentliche Beglaubigung vor einem Notar geleistet werden müssen.

Von der Beglaubigung ist die Beurkundung zu unterscheiden. Bei der Beglaubigung wird lediglich die Unterschrift beglaubigt, hingegen bezieht sich die Beurkundung ebenfalls auf den Inhalt des Schriftstückes.

Auszug von Wikipedia: Bologna-Prozess

Als Bologna-Prozess wird eine auf europaweite Vereinheitlichung von Studiengängen und -abschlüssen sowie auf internationale Mobilität der Studenten zielende transnationale Hochschulreform bezeichnet, die auf die Schaffung eines einheitlichen Europäischen Hochschulraums gerichtet ist. Der Begriff geht auf eine 1999 von 29 europäischen Bildungsministern im italienischen Bologna unterzeichnete politisch-programmatische Erklärung zurück.

Wesentliche Elemente des gemeinten Konvergenzprozesses sind:

  • die Harmonisierung der akademischen Ausbildung durch ein zweistufiges System berufsqualifizierender Studienabschlüsse (typischerweise in der Form von Bachelor und Master),
  • die durchgängige Etablierung des European Credit Transfer System (ECTS),
  • eine fortlaufende Qualitätssicherung im Hochschulbereich und
  • vor allem in Deutschland eine auf Beschäftigungsfähigkeit (Employability) am Arbeitsmarkt zielende Ausrichtung der Studiengänge.

Von Beobachtern des Bologna-Prozesses wird mitunter angemerkt, dass die supranationale Ebene politisch instrumentalisiert worden sei, um Reformziele, die man allein auf nationaler Ebene nicht habe realisieren können, mit dem Hinweis auf europäische Harmonisierungsbestrebungen und globale Anpassungszwänge zu verwirklichen.

Die Kritik an der mit dem Bologna-Prozess verbundenen, z. T. durchgreifenden Umstellung des Hochschulsystems ist sowohl auf die praktischen Auswirkungen für Hochschullehre und Studierende gerichtet (unter anderem unzureichende Vorbereitung und Ressourcenausstattung der Hochschulen, eine allzu kleinteilige Prüfungspraxis) als auch auf die für das Universitätswesen daraus resultierenden möglichen oder tatsächlichen Folgen (darunter zunehmende Trennung von Forschung und Lehre; Verschulung der höheren Bildung auf Kosten individueller akademischer Freiheit und Ausreifung; marktorientierte Hochschulstrukturen unter Vernachlässigung der Grundlagenforschung).

Auszug von Wikipedia: Brotkrümelnavigation

Brotkrümelnavigation oder Brotkrumennavigation (englisch breadcrumbs, breadcrumb navigation, breadcrumb trail) ist ein Entwurfsmuster für die Gestaltung grafischer Benutzeroberflächen. Üblicherweise ist es eine Textzeile, die dem Benutzer anzeigt, in welcher Verzweigung er sich innerhalb einer Applikation befindet.

Brotkrümel zeigen den Pfad zum aktuellen Element, beispielsweise zu der Webseite oder Kategorie im Katalog. Die Navigation soll die Orientierung innerhalb tief verzweigter Elementbäume verbessern, indem sie Links zu übergeordneten oder themenverwandten Elementen anbieten. Oft sind diese als Schaltflächen ausgestaltet.

Der Name Brotkrümelnavigation wurde in Anlehnung an das Märchen Hänsel und Gretel gebildet, in dem die in den Wald geführten Kinder Brotkrumen auf den Weg streuen, um den Weg zurückzufinden.

Mitunter wird die Navigationszeile auch als Ariadnepfad bezeichnet. Diese Bezeichnung ist der griechischen Mythologie entlehnt. Ariadne schenkte Theseus ein Wollknäuel, das er im Labyrinth des Daidalos abrollte. Mit Hilfe dieses Ariadnefadens fand er wieder aus dem Labyrinth heraus.

D

Auszug von Wikipedia: Diploma Supplement

Das Diploma Supplement (Diplomzusatz, Anhang zum Prüfungszeugnis, Studiengangerläuterung) ist eine im Zusammenhang mit der Schaffung des einheitlichen europäischen Hochschulraumes (sogenannter Bologna-Prozess) eingeführte und zur Nachweisführung über den Abschluss eines Studiums in einem nach dem ECTS modularisierten Studiengang vorgeschriebene öffentliche Urkunde, welche von der zuständigen akademischen Dienststelle (i. d. R. Prüfungsamt, Studierendensekretariat o. ä.) ausgestellt wird. Sie wird entweder zugleich mit dem Prüfungszeugnis ausgehändigt oder auf Antrag des Kandidaten ausgestellt. Sie kann in jeder beliebigen Sprache ausgefertigt werden; eine englische Fassung ist neben der landessprachlichen üblich.

Im Diploma Supplement wird der abgeschlossene Studiengang detailliert erläutert. Die Gliederung des Dokumentes folgt einer Vorgabe der Hochschulrektorenkonferenz. Es sind insbesondere auch Angaben zu machen über:

  • Zugangsvoraussetzungen (Zulassung zum Studium)
  • Kompetenzziele
  • Studieninhalte (Module); die Auflistung sämtlicher besuchter Veranstaltungen mit Note gehört nicht in ein Diploma Supplement, obwohl dies teilweise so gehandhabt wird. Eine solche Übersicht ist dem sogenannten Transcript (of Records) vorbehalten.
  • Berufliche (besonders auch berufsständische) Verwendbarkeit der im Studium erworbenen Kenntnisse (aufbauende Studiengänge, Promotion, Laufbahnen des öffentlichen Dienstes, sogenannte „reglementierte“ Berufe).

Das Diploma Supplement ist Teil des Portfolios des europäischen Bildungspasses, genannt Europass. Für Abschlüsse aus der Berufsbildung steht im Europass die Europass-Zeugniserläuterung zur Verfügung.

F

Auszug von Wikipedia: Semester

Ein Semester (lateinisch semestris ‚sechsmonatig‘, ‚halbjährig‘ von sex ‚sechs‘ und mensis ‚monat‘) ist eine seit dem 15. Jahrhundert gebräuchliche Bezeichnung für ein Studienhalbjahr an Universitäten bzw. Hochschulen oder Volkshochschulen (VHS).

G

Auszug von Wikipedia: Grundständiges Studium

Als grundständiges Studium werden Studiengänge bezeichnet, die zu einem ersten Hochschulabschluss führen.

H

Auszug von Wikipedia: Hochschul-Informations-System

Die HIS Hochschul-Informations-System eG (bis zum 1. Mai 2014 GmbH) mit Sitz in Hannover unterstützt die Hochschulen sowie die staatliche Hochschulpolitik im Bereich Hochschul-IT als Softwarehaus. Bis September 2013 beinhaltete die HIS GmbH das HIS-Institut für Hochschulforschung sowie die Abteilung Hochschulentwicklung, die in die neugegründete DZHW (Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung) GmbH überführt wurden.

Seit dem 2. Mai 2014 ist HIS eine eingetragene Genossenschaft. Mitglieder der Genossenschaft sind rund 220 deutsche Hochschulen. Zentrales Organ der HIS eG ist die Generalversammlung. Vorstand und Aufsichtsrat der HIS eG sind durch Vertreterinnen und Vertretern aus Hochschulen besetzt.

Auszug von Wikipedia: Hochschulinformationssystem

Hochschulinformationssysteme oder Campus-Management-Systeme sind IT-Systeme, die der Abbildung von Geschäftsprozessen im Bereich des studentischen Lebenszyklus (Studierenden-, Kurs- und Prüfungsverwaltung etc.) sowie weiterer Aufgabenfelder der Hochschulverwaltung dienen. Die Verarbeitung und Präsentation studien-, lehr- oder prüfungsbezogener Informationen erfolgt dabei im Sinne des E-Campus zunehmend durch internetbasierte Hochschulportale mit Selbstbedienungsfunktionen. Die Nachfrage nach einer IT-gestützten Abwicklung hochschulischer Geschäftsprozesse zur Entlastung von Hochschulverwaltungen hat im Zuge der Modularisierung der Studiengänge und weiterer Reformschritte an europäischen Hochschulen zu Beginn des 21. Jahrhunderts deutlich zugenommen.

K

Auszug von Wikipedia: Konsekutiver Studiengang

Ein konsekutiver Studiengang ist ein Studiengang in einer direkten Aufeinanderfolge. Das Wort konsekutiv ist abgeleitet vom lateinischen consecutio, welches Folge bedeutet. In der Diskussion um den Bologna-Prozess wird mit dem Begriff ein Studienprogramm bezeichnet, das aus einem Bachelor und einem unmittelbar darauf aufbauenden Master besteht. Der Bachelor ist dabei ein grundständiges Studium, der Master ein anschließendes postgraduales Studium. Zwischen dem Bachelor und dem Master besteht ein fachlicher Zusammenhang, sie bauen inhaltlich aufeinander auf, im Gegensatz zu einem ehemals sogenannten nicht-konsekutiven Masterstudiengang beziehungsweise einem weiterbildenden Masterstudiengang. Etwa neun von zehn Masterstudiengängen waren 2007 konsekutiv und ähneln damit inhaltlich den bisherigen einstufigen Studiengängen mit den Abschlüssen Diplom oder Magister.

Ein erster berufsbefähigender Abschluss (z. B. Bachelor) ist eine notwendige Qualifikation, um überhaupt zum Masterstudiengang zugelassen zu werden.

L

Auszug von Wikipedia: Leistungspunkt

Leistungspunkte (auch Credits) sind im akademischen Leben in einigen Ländern – vor allem in Nordamerika – Einheitsgrößen, die man nach erbrachter Leistung erwirbt. Sie werden für erfolgreich besuchte Kurse oder Tätigkeiten in der Universität, Schule oder anderen Bildungseinrichtungen erworben. Je höher der Anspruch bzw. der Aufwand eines Kurses ist, desto mehr Leistungspunkte werden vergeben. Europäische Hochschulen sind dazu übergegangen, für Transfers ein European Credit Transfer System (ECTS) einzuführen.

M

Auszug von Wikipedia: Master

Der Master (englisch; [ˈmaːstɐ] oder [ˈmaːstə], von lateinisch Magister) ist der zweithöchste akademische Grad und wird nach erfolgreichem Abschluss eines Masterstudiums von Universitäten oder gleichgestellten (Fach-)Hochschulen vergeben. Das Masterstudium stellt dabei ein postgraduales Studium dar, das im Anschluss an ein grundständiges Studium (in aller Regel ein Bachelorstudium) erfolgt. Das Masterstudium umfasst unter Anrechnung der vorausgegangenen Studiensemester meist zwei bis vier Semester (Regelstudienzeit) und kann als konsekutives Masterstudium der wissenschaftlichen Vertiefung des vorherigen Studiums dienen oder als nicht-konsektutives Masterstudium neue Wissensgebiete erschließen. Neben dem erfolgreichen Besuch von Lehrveranstaltungen ist im Rahmen des Studiums eine Masterarbeit zu schreiben. In vielen Staaten (und teils auch Hochschulen innerhalb eines Staates) gibt es Masterstudien, die in Ausrichtung (eher anwendungsorientiert oder eher forschungsorientiert), Dauer, Zulassungsvoraussetzungen und Aufbau variieren.

Die Abschlussbezeichnung Master wurde im Rahmen des Bologna-Prozesses und der damit einhergehenden neuen Studienstruktur in Europa eingeführt und der seitdem verliehene Master-Grad entspricht mindestens der fachlichen Qualifikation der zuvor verliehenen akademischen Grade Diplom bzw. Magister. Der Master ist ein berufsqualifizierender Abschluss und berechtigt zur Aufnahme einer Reihe verschiedener Berufstätigkeiten in der Wirtschaft und Wissenschaft bzw. zur Aufnahme eines weiterführenden Promotionsstudiums.

Der akademische Mastergrad wird (gemäß DIN-Norm 5008) üblicherweise hinter dem Nachnamen geführt (beispielsweise Max Mustermann, M. A.) und darf nur in der Form geführt werden wie in der Verleihungsurkunde angegeben.

Auszug von Wikipedia: Modul (Hochschule)

Ein Modul ist bei Bachelor- und Master-Studiengängen an Hochschulen eine Lehreinheit, die aus einer oder mehreren Lehrveranstaltungen mit einem gemeinsamen Lernziel besteht. Ein Modul dauert in der Regel ein oder zwei Semester und sollte mit höchstens einer Prüfung verbunden werden. Auf eine Prüfung kann im Ausnahmefall verzichtet werden, wenn die angestrebte Qualifikation anders nachgewiesen werden kann. Des Weiteren können mehrere Module gemeinsam geprüft werden.

Zu Modulen gibt es Modulbeschreibungen, welche mindestens

  • die Lernziele
  • den zeitlichen Aufwand inklusive Selbststudium
  • die Prüfungsart

enthalten sollte.

Modularisierte Studiengänge sollen Studenten besser als bisherige Studiengänge ermöglichen, sich ein Teilgebiet konzentriert und in zeitlichem Zusammenhang anzueignen. Mit nach Modulen differenzierten und benoteten Studienleistungen sollen mehr Angaben zur Verfügung stehen, die fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten von Hochschulabsolventen ausweisen.

N

Auszug von Wikipedia: Nullwert

Als Nullwert (kurz NULL, NIL oder ()) bezeichnet man in der Informatik einen Zustand, der das Fehlen eines Wertes anzeigen soll. Nach Edgar F. Codd unterscheidet man zwei Arten von NULL: die Abwesenheit eines Wertes, weil keiner existiert ("property inapplicable"), oder die Abwesenheit, da man den Wert (noch) nicht kennt ("value at present unknown"). Ein Nullwert steht für die Abwesenheit eines Wertes, ein Nullwert ist aber gleichzeitig ein Wert.

Der Nullwert ist verschieden von der Zahl 0, da diese einen Wert, also eine Information repräsentiert. Sprachlich wird gelegentlich der Nullwert von der algebraischen Zahl 0 durch die Aussprache unterschieden, indem (wie im Englischen) ['nʌl] gesprochen wird, um Missverständnisse zu vermeiden.

O

Auszug von Wikipedia: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) (Aussprache: Gericke [ˈgeːʁɪkə]) wurde 1993 gegründet und gehört zu den jüngsten Universitäten Deutschlands.

Die Wurzeln der nach Otto von Guericke benannten Universität liegen in den drei zuvor in der Stadt Magdeburg bestehenden Hochschuleinrichtungen: Technische Universität, Pädagogische Hochschule und Medizinische Akademie. Mit neun Fakultäten und circa 13.000 Studierenden bildet sie ein universitäres Zentrum der Forschung und Lehre in Sachsen-Anhalt.

Z

Auszug von Wikipedia: Zweitstudium

Ein Zweitstudium ist ein weiteres grundständiges Studium, das nach erfolgreichem Abschluss eines Studiums aufgenommen wird.

glossar.txt · Zuletzt geändert: 2018/04/05 09:07 von Matthias Kunze
Nach oben
CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported
chimeric.de = chi`s home Valid CSS Driven by DokuWiki do yourself a favour and use a real browser - get firefox!! Recent changes RSS feed Valid XHTML 1.0