Elektrokardiografen der Medizintechnischen Sammlung des Uniklinikums zu Magdeburg

Mahmoud Almizel, Daniel Berg, Joaquin Löning Caballero

Das Elektrokardiogramm ist ein passiv abbildendes Verfahren, das die elektrischen Signale des Herzmuskels aufzeichnet. Die Messung wird als Elektrokardiographie bezeichnet und mit einem Elektrokardiografen (EKG) durchgeführt. Die gemessenen Signale entsprechen der Spannungsänderung an der Oberfläche des Herzmuskels. Diese Spannungsänderung ist an der Körperoberfläche durch Elektroden messbar. Dabei müssen die Elektroden einen direkten Kontakt zu dem Körper haben, um Störeinflüsse gering zu halten. Dazu werden Verfahren wie Aufkleben, Ansaugen oder Einstechen der Elektroden auf die Haut verwendet. Das aufgezeichnete Signal wird entweder auf ein Papier gezeichnet oder digital auf ein Anzeigemedium aufgetragen und dient zur schnellen diagnostischen Beurteilung der Herzleistung.

Medizinischer Hintergrund

Ein EKG-Signal repräsentiert die Herzelektrizität und stellt den zeitlichen Verlauf der Spannung dar, die zwischen bestimmten Punkten der Körperoberfläche zu messen ist. Die Elektrokardiographie ist trotz der aktuellen technischen Entwicklungen in der Kardiologie nach wie vor ein essentielles Verfahren in der Diagnostik, da die Elektrokardiographie als eine schnelle und schmerzfreie Methode der Herzuntersuchung gilt.

Abbildung 1: Das EKG-Signal 1)

Aufgrund des elektrischen Spannungsuterschiedes von etwa 120 mV zwischen einer erregten und einer unerregten Stelle der Herzmuskulatur wird in der Umgebung des Herzens ein elektrisches Feld erzeugt 2) Dieses elektrische Feld beschreibt die Spannungsunterschiede zwischen bestimmten Punkten. Diese Spannungsunterschiede an diesen Punkten werden mithilfe der Elektroden, die auf der Brust, bzw. beiden Händen und Armen aufgesetzt werden, Signale gemessen und verstärkt. Danach sind diese Messungen als EKG-Signal auf einem Schreiber oder einem Bildschirm darzustellen. Dieses Signal enthält mehrere Wellen und Zacken, die den Verlauf und die Funktionsweise der Herzaktivität ausdrücken. 3)

Ein EKG-Signal unterteilt sich in mehrere Intervalle, wobei jedes Intervall eine oder mehrere Wellen enthält. Sollte es morphologische Veränderungen in einer der Wellen bzw. Zacken geben, deutet das gegebenenfalls auf eine verdächtige Herzerkrankung hin.

Die P-Welle zeigt die erste Welle, die nach der isoelektrischen Linie erscheint. Diese Welle kommt durch die Erregung der Vorhöfe des Herzens zustande. Die Erregung wird von dem normalen Schrittmacher/ Impulsgenerator des Herzens (Sinusknoten) verursacht.

Die Dauer der P-Welle besitzt einen maximalen Wert von 0.1 Sekunde, während die Amplitude der P-Welle einen maximalen Wert von 0.25 mV beträgt 4) ) . Nach der vollständigen Erregung der Vorhöfe erreicht die Erregung den AV-Knoten (atrioventricularis), wo sich die Erregung auf die Kammern weiter ausbreitet. Beim Eintreffen der Erregung in den Kammern entsteht die Q-Zacke, welche relativ klein ist. Sie zeigt, dass die Depolarisation der Ventrikel in Richtung der Ventrikelbasis verläuft. Die Dauer der Q-Zacke ist relativ klein im Vergleich zu der ihr folgenden R-Zacke. Die Q-Zacke hat eine Dauer von 0.04 Sekunden, wobei die Amplitude circa ein Viertel der folgenden R-Zacke beträgt 5) ) .

Anschließend verläuft die Depolarisation entlang der Herzachse, und daraus entsteht die R-Zacke. R-Zacke beschreibt die Erregungsausbreitung von der Herzbasis zur Herzspitze. Die R-Zacke weist die höchste positive Zacke in einem EKG-Signal auf, wobei deren Amplitude 0.6-2.6 mV beträgt 6) ) . Nach der R-Zacke tritt die S-Zacke auf, und somit entsteht der sogenannte QRS-Komplex, der die komplette Kontrahierung der Kammer beschreibt. Bei der Depolarisation der Ventrikel geschieht währenddessen die Repolarisation der Vorhöfe, dies nennt sich intraatriale Erregungsrückbildung.

Anschließend entsteht die T-Welle. Sie bezeichnet die Repolarisation der Ventrikel. Dies ist notwendig, damit die beiden Ventrikel für die nächste Depolarisation bereit stehen. Zwischen dem Ende der S-Zacke und dem Beginn der T-Welle (ST-Strecke) werden die Ventrikel komplett erregt, deshalb sieht der Verlauf isoelektrisch aus (Nulllinie). Zu Beginn der T-Welle wird ein großer Teil des Blutes im Herzen in den Körper ausgeworfen. Die T-Welle besitzt eine Amplitude von 1/8-2/3 von der R-Zacke 7) . Zahlreiche pathologische Veränderungen in der Herzmuskulatur können mithilfe der EKG-Untersuchung diagnostiziert werden. Sie lassen sich in verschiedene Teile gliedern, wie beispielsweise die Arrhythmie-Erkrankungen, die koronare Herzkrankheit (KHK) und den Herzinfarkt.

Eine dieser Arrhythmie-Erkrankungen ist das Vorhofflimmern, bei dem der Sinusknoten nicht mehr rechtzeitig die Erregung der Vorhöfe auslöst. Das hat zur Folge, dass die Kontrahierung der Vorhöfe unkoordiniert und schnell erfolgt. Die Schlagfrequenz der Vorhöfe beim Vorhofflimmern kann bei über 350 Schläge pro Minute liegen 8) . Vorhofflimmern lässt sich durch zeitlich unregelmäßige Abstände der QRS-Komplexe oder direkt über die Ableitungen nach Wilson V1 und V2 diagnostizieren. Des Weiteren kann die KHK anhand einer EKG-Untersuchung erfasst werden. Die Herzkranzgefäße, welche die Herzmuskulatur mit Sauerstoffreichem Blut und Nährstoffen versorgen, werden durch Fett- und Kalkablagerungen verengt. Durch ein Ruhe-EKG kann die KHK allerdings nicht immer festgestellt werden, deshalb kommt das Belastungs-EKG zur Anwendung, wo das Herz aufgrund der Belastung mehr Blut benötigt. Dadurch fließt das Blut in den großen und den winzigen Herzkranzgefäßen.

EKG-Ableitungen

Mithilfe der unten beschriebenen Objekte werden verschiedenen Extremitäten und Brustwandableitungen gemessen. Sie unterteilen sich in 6 Extremitäten (I, II, III, aVR, aVL, aVF) und 6 Brustwandableitungen (V1-V6). Durch die Extremitätenableitungen werden die elektrischen Vorgänge am Herzen auf der Frontalebene des Körpers abgebildet, wobei die Projektion der elektrischen Abläufe am Herzen in der Horizontalebene bei der Brustwandableitungen zu messen ist 9) . Die erste Ableitung, die bei allen Objekten messbar ist, und als erstes in der Geschichte der EKG gefunden wurde, ist die Einthoven Ableitung. Diese wurde nach dem niederländischen Arzt Willem Einthoven (1860-1927) benannt, da er der erste war, der eine gute Darstellung des EKG Signals registrieren konnte 10) . Die drei Extremitäten von Einthoven I, II, III erfolgen bipolar, d.h. durch die Elektroden werden Potenzialdifferenzen zwischen zwei Punkten gemessen.

Abbildung 2: Einthoven-Dreieck 11)

Nach dem Ampelprinzip werden die Elektroden aufgesetzt. Die rote Elektrode wird auf dem rechten Arm platziert, die gelbe Elektrode auf dem linken Arm und die grüne Elektrode auf dem linken Fuß. Die Ableitung I entsteht durch die Potenzialdifferenz zwischen der negativen Elektrode, die am rechten Arm platziert ist, und der positiven Elektrode am linken Arm. Somit verläuft die elektrische Erregung von rechts nach links. Die Erregung der Ableitung II verläuft vom rechten Arm zum linken Fuß, indem die negative Elektrode am rechten Arm und die positive Elektrode am linken Fuß positioniert werden. Bei der Ableitung III liegt die negative Elektrode am linken Arm und die positive Elektrode am linken Fuß. 12)

Durch geometrische Verbindung der drei einzelnen Ableitungen entstehen Verbindungslinien und daraus kommt ein gleichseitiges Dreieck zustande, wo das Herz in der Mitte des Dreiecks liegt, das sogenannte Einthoven-Dreieck. Die Seiten des Dreiecks repräsentieren die Richtung der Pfeile, die in Richtung der positiven Elektroden verlaufen. Anhand des entstandenen geschlossenen Schaltkreises, worin die Summe aller Komponenten des Dreiecks gleich Null ergibt, lässt sich von zwei beliebigen Spannungsdifferenzen ein resultierender Vektor bestimmen. Dieser Vektor stellt je nach der momentanen Richtung des Herzdipols die Größe der Zacken dar.

Ein weiterer Entwicklungsschritt der EKG erfolgte durch den amerikanischer Kardiologen Emanuel Goldberger (1913-1994), der die unipolaren Extremitäten-Ableitungen entwickelt hat. Die Idee von Goldberger bestand darin, das Potential zwischen zwei zusammengeschalteten indifferenten Elektroden gegenüber einer differenten Elektrode zu messen. Die Projektionsebenen der Goldberger-Ableitungen stehen senkrecht auf den Einthoven-Ebenen 13)) .

Abbildung 3: A:Goldberger-Ableitung, B:Cabrera-Kreis 14)

Goldberger Ableitungen:

aVR: linker Arm+ linker Fuß zum rechten Arm

aVL: linker Fuß+ rechter Arm zum linken Arm

aVF: rechter Arm+ linker Arm zum linken Fuß

Da die Signalamplitude relativ klein ist, wurde das Signal verstärkt, deshalb steht vor den Goldberger-Ableitungen die Abkürzung aV für augmented voltage (verstärktes Potential). Bei geometrischer Kombination der Goldberger- und Einthoven-Ableitungen entsteht ein hexaaxiales System, das die sechs Ansatzpunkte zusammenfasst. Dieses hexaaxiales System wird als Cabrera-Kreis bezeichnet 15) .

Die weiteren sechs aufgenommene Ableitungen in den Objekten BEK-3 und 6-NEK-4 sind die Brustwandableitungen nach Wilson. Frank Norman Wilson (1890–1952) ist ein amerikanischer Kardiologe, der sich mit der Entwicklung der EKG beschäftigt hat. Die Brustwandableitungen (V1-V6) sind unipolar und beschreiben die elektrischen Abläufe am Herzen in der Horizontalebene. Bei der Wilson-Ableitung werden die drei Elektroden (Rot, Grün, Gelb) zusammengeschaltet, und zusammen bilden sie den elektrischen Nullpunkt “central terminal“ 16) . Dieser Referenzpunkt kann als indifferente Elektrode definiert werden. Die sechs neu angebrachten Elektroden (V1-V6) stellen auf der Brustwand die differenten Elektroden dar. Zwischen den differenten Elektroden und der indifferenten Elektrode lassen sich die Potentiale messen und darstellen 17)) .

Abbildung 4: Platzierung der Wilson-Elektroden 18)

Ableitung V1: ICR 4 rechts parasternal

Ableitung V2: ICR 4 links parasternal

Ableitung V3: auf der Verbindungslinie zwischen V2 und V4

Ableitung V4: Der Schnittpunkt zwischen Medioclavicularlinie und dem 5. ICR

Ableitung V5: Auf die gleiche Höhe wie V4 in der vorderen Axillarlinie

Ableitung V6: Auf die gleiche Höhe wie V4 in der mittleren Axillarlinie

Weitere Ableitungen:

Eine zusätzliche messbare Ableitung bei den beiden Objekten BEK-3 und 6-NEK-4 ist die Nehb-Ableitung, wobei drei Ableitungspunkte an bestimmte Positionen auf der Brustwand platziert werden. Die Ableitungen nach Nehb erfolgen bipolar und bilden ein sogenanntes “kleines Dreieck“. Durch Verlegung der Einthoven-Extremitätenableitungen vom rechten Arm zur zweiten Rippe, Ansatz Brustbein (NSt), vom linken Arm auf den Rücken, etwas unterhalb der Spitze des linken Schulterblattes (Nax), und vom linken Fuß über die Herzspitze (Nap) erhält man die Brustwandableitungen nach Nehb 19) .

Die letzte verwendbare bipolare Ableitung bei der 6-NEK-4 ist die Frank-Ableitung. Letztere erfolgt mithilfe von 7 Elektroden durch die Registrierung der Erregungsvorgängen als Vektorenschleifen (Vektorkardiographie), wo das Herz nach der Idee von Frank im Mittelpunkt eines rechtwinkligen 3D-Systems steht 20) . Die Elektroden werden wie folgt aufgesetzt:

In der X-Ebene: zwischen der mittleren Axiallarlinie links (A)- und rechts (I)

In der Y-Ebene: zwischen dem linken Fuß (F) und dem Hals (H)

In der Z-Ebene: zwischen Mitte des Brustbeins (E) und über der Wirbelsäule (M)

21)

Objektbeschreibung der EKG-Geräte Sammlung in der Universitätsmedizin Magdeburg

Notfallelektrode NFE-102

Abbildung 5: Notfallelektrode22) Die vorliegende Notfallelektrode NFE-102 [Abbildung 5] ist ein Produkt des Unternehmens RFT aus dem Kombinat Meßgerätewerk Zwönitz. Sie wurde entwickelt um EKG-Messungen schneller registrieren zu können23). Die Geschwindigkeit, mit der eine Aufnahme geschieht, ist entscheidend, da mit einem schnellen Ergebnis die Zeit für die Diagnose und das weitere Vorgehen verlängert wird. Die NFE-102 spielte eine wichtige Rolle in der Notfallmedizin, da sie an mehreren EKG-Geräten sowie Kardiooszilloskopen angeschlossen werden kann. Zusätzlich sind alle drei zur Notfallelektrode gehörenden Elektroden an einer transparenten Piacryl-Platte befestigt24). Das Anlegen aller Elektroden mit einem Handgriff wird dadurch ermöglicht.

Sie ist die weiter Entwicklung von der Notfallelektrode NFE-10125). Der Unterschied zwischen der NFE-101 und der NFE-102 liegt in der Kompatibilität mit EKG-Geräten und Biomonitoren (BMT)26). Die NFE-101 kann an den BEK-315 und an den NEK-215 angeschlossen werden und ist damit besonders wertvoll für schnelle Diagnosen an ungünstigen Orten27), wie etwa einer Unfallstelle. Die NFE-102 kann an den EKT-111, BMT 201, 3 NEK 1 und 6 NEK 4 angeschlossen werden28). Dadurch kann die Elektrode auch zur kurzfristigen Patientenüberwachung genutzt werden, wie etwa im Zuge einer Operation. Abbildung 6: Spitzen der Elektroden29)

Technische Daten

Die Notfallelektrode NFT-102 wiegt 650 g, ist 220 mm breit und 60 mm hoch30). Der Abstand der drei Elektroden zueinander lässt sich verändern, so dass sie bei verschiedenen Ableitpunkten verwendbar sind31). Das hat den Vorteil, dass sie bei unterschiedlicher Körpergröße einsetzbar sind, wie z.B. bei einem Unfall mit Kindern und Erwachsenen. Um aufkommende Schwierigkeiten bei der Auflage der Elektroden zu minimieren, wie z.B. bei stark behaarten Patienten, wurden die Edelstahlelektroden mit 3 mm langen Spitzen (Abb.6) ausgerüstet, so dass die Notfallelektrode problemlos auf der Haut befestigt werden kann32). Darüber hinaus wurden die Elektroden schwerer gemacht, weshalb kein manuelles Andrücken notwendig ist. Das Gewicht der Notfallelektrode unterstützt folglich eine schnell zu erreichende und stabile Position zur Messung der Herzleistung. Somit wird der größte Teil des Hautwiderstandes überwunden. Das hat zur Folge, dass die Signalübertragung mit weniger Störungen einhergeht und auch keine Elektrodenpaste oder ein Band zum Festbinden der Elektroden am Körper benötigt wird33).

Elektrodenlage

Abbildung 8: Notfallelektrode beim Einsatz34) Abbildung 7: Elektrodenlage35) Die drei Elektroden werden durch die drei Farben Rot, Gelb und Schwarz gekennzeichnet36). dies hat den Vorteil, dem medizinischen Personal die Auswahl geeigneter Ableitung einfacher zu gestalten. Die Elektroden werden in zwei differente (rot und gelb) und eine indifferente Nullelektrode (schwarz) unterteilt37). Je nach Positionierung der Elektroden wird eine bestimmte Ableitung registriert. Bei der parasternalen Ableitung werden die zwei differenten Elektroden jeweils links und rechts des Sternums (Brustbein) im zweiten und dritten Intercostalraum (Zwischenrippenraum,ICR) aufgesetzt38). Die Nullelektrode wird in Höhe des 6. ICR auf dem Sternum platziert39). Die Drehung dieser Anordnung der Elektroden um 120° ähnelt der Extremitäten-Ableitung von Einthoven40). Eine weitere Ableitung welche mithilfe der NFE-102 gemessen werden kann, ist die Sternal-Ableitung41). Bei dieser Ableitung werden die zwei differenten Elektroden in dem 2. und 6. ICR, und die indifferente Elektrode an der Seite des Brustkorbes positioniert42). Die dritte Ableitung, die bei der NFE-102 in Frage kommt, ist die präkardiale Ableitung43). Bei dieser Ableitung wird eine differente Elektrode links neben dem Brustbein im 2. ICR aufgesetzt und die zweite differente Elektrode auf der vorderen Brustwand, wo die Herzspitze liegt44). Die dritte Elektrode wird gegenüber dem Mittelpunkt der Verbindungslinie zwischen den zwei differenten Elektroden angelegt45). Dies ist die Stelle wo der Musculus pectoralis Major liegt, der durch Abtasten gefunden werden kann46).

Batterie-Einkanal-Elektrokardiograf BEK-3

Abbildung 9: Batterie-Einkanal-Elektrokardiograf 47)

Der Transistor Elektrokardiograf BEK-3 wurde im Jahre 1963 von dem VEB (Volkseigenen Betrieb) Kombinat Meßgerätewerk Zwönitz vorgestellt und ist ein batteriebetriebener Einkanal-Elektrokardiograf 48). Er wird in einer Tragetasche mit Deckel geliefert49). Um ein EKG zu registrieren genügt es den Deckel abzunehmen, damit das Gerät bedient werden kann. Ein Ergebnis ist bereits nach drei bis fünf Minuten sichtbar, was in einem medizinischen Notfall von großem Vorteil ist50).

Technische Daten

Das Gerät hat laut Hersteller eine Abmessung von 300 x 120 x 180 mm und wiegt 9 kg. Die Registrierung der am Patienten zu messenden elektrischen Biosignale erfolgt durch das Kohlepapier - Durchschreibeverfahren und wird mit Hilfe eines Differential - Drehankermeßwerks durchgeführt51). Das Durchschreibeverfahren ist ein direktschreibendes Prinzip, bei dem dünnes Karbonrohseidenpapier mit aufgedruckten Zeitlinien permanent unter Kohlepapier hindurchgeführt wird und farbige Pigmente des Kohlepapiers durch eine Nadel auf das Papier aufgetragen werden52). Die Geschwindigkeit des Papiertransports lässt sich auf 1, 25 und 50 mm/s einstellen53), wodurch die gute Lesbarkeit gegeben ist. Der BEK-3 hat eine Schreibgeschwindigkeit von 1,5 m/s54). Das Gerät kann Signale mit einer oberen Grenzfrequenz von 130 Hz darstellen55). Das Aufladen der Batterie benötigt 16 Stunden56). Pro Ladung ist es möglich ca. 30 bis 50 Elektrokardiogramme mit jeweils 3 Ableitungen anzufertigen57). Es handelt sich bei der Batterie um einen Nickel-Cadmium-Akkumulator mit 12 Zellen58), die zusammen eine Leistung von 14,4 V und 2 Ah ergeben. Der Akkumulator wird zum Zeitpunkt der Auslieferung mit einer Lebensdauer von „mehreren Jahren“ beschrieben59). Das Gerät kann bei Wechselspannungen von den damals üblichen 85 bis 250 V aufgeladen werden60). Der Ladestrom und der Ladezustand sind über ein Anzeigeinstrument kontrollierbar. In der folgenden Tabelle werden die Zubehörteile, die bei der Auslieferung enthalten waren, gelistet. Diese Elemente konnten nachbestellt werden und sind für die Funktionalität des Gerätes relevant.

Zubehör (Lieferumfang) Stückzahl Zubehör (Lieferumfang) Stückzahl Zubehör (Lieferumfang) Stückzahl
Flächenelektroden 4 Kohlepapier 2 Rollen Erdleitung 1
Standard Brustwand Elektrode 1 standard Brustwand Elektrode 1 Pinsel 1
Saugelektrode 1 Saugelektrode 1 Bedienanweisung 1
Befestigungsbänder (für Extremitäten-Elektroden) 4 Befestigungsbänder (für Extremitäten-Elektroden) 4 Tasche (zum Transport des Gerätes) 1
Knöpfe für Befestigungsbänder 6 Knöpfe für Befestigungsbänder 6 Trennwand 1
Elektrodenpaste 1 Glas Elektrodenpaste 1 Glas Schreibzeiger 1
Registrierpapier 2 Rollen Registrierpapier 2 Rollen Ersatzfarbbänder (für Programmstecker) 5
Kohlepapier 2 Rollen Kohlepapier 2 Rollen Erdzange 1
Saugelektrode 1 Programmstecker für die Ableitungen 1, 2, 3 1 G-Schmelzeinsatz (Si 001) 1 A 1
Befestigungsbänder (für Extremitäten-Elektroden) 4 Programmstecker für die Ableitungen V, 2, P/H 1 G-Schmelzeinsatz (Si 002) 0, 16 A 1
Knöpfe für Befestigungsbänder 6 Programmstecker für die Ableitungen aVR, aVL, aVF 1 G-Schmelzeinsatz (Si 90 1) 0, 1 A (220 V) 1
Elektrodenpaste 1 Glas Patientenleitung P1-1 1 G -Schmelzeinsätze (Si 901) 0, 16 A (125 V) 2
Registrierpapier 2 Rollen Anschlussleitung 1

61)

Anwendung

 1 KanalelektrokardiografAbbildung 10: Anwendung des BEK-3 62)

Der Transistor Elektrokardiograph BEK-3 ist durch seine Größe, sein Gewicht und die kurze Registrierungsdauer sehr gut für den Einsatz an ungünstigen Orten, wie etwa einer Unfallstelle, geeignet. Die Verwendung von Transistoren anstelle von Elektronenröhren führt zu einer Reduktion des Gewichtes, einer Erhöhung der Robustheit und einer Reduzierung des Akkuverbrauchs63). Trotz der Größe sind die gewöhnlichen Ableitungen nach Einthoven, Wilson, Goldberger und Nehb registrierbar64). Mit einem Adapter kann das Elektrokardioskop EKS-1 angeschlossen werden, wodurch die Signale auf einem Sichtgerät abgelesen werden können65). Durch Zusatzgeräte, wie einem Herzschallmikrofon, lässt sich mit dem BEK außerdem eine Kreislaufdiagnostik durchführen66). Der Eingangswiderstand für den Anschluss von Zusatzgeräten ist mit größer als 5 kΩ angegeben67). Bedient wird der BEK über die Drucktasten, wie in dem Bild „Tastenbelegung“ zu sehen ist. Durch die Portabilität ist das Gerät besonders für Sport-, Arbeitsmediziner_innen und niedergelassene Ärzt_innen geschaffen68). Anwendung findet der BEK-3 auch im Untertagebau sowie in der Luftfahrt69).

Abbildung 11: Tastenbelegung des BEK-3 70)

Aufbau- und Wirkweise

Der BEK-3 zeichnet sich durch seine hohe Stabilität und Erschütterungsfestigkeit aus. Dies wird realisiert durch massive Leichtmetallchassis, die die einzelnen Bauteile schützen71). Das Gehäuse besteht aus Aluminium, dass in Verbindung mit Luft eine Oxidschicht bildet, die das Material korrosionsbeständiger macht72).

Abbildung 12: Innenraum BEK-3 Vorderseite73)

Der Verstärker (Abb.12) arbeitet nach dem Prinzip des Trägerfrequezverfahrens74). Er besitzt die Bauteile Vorstufe, Modulator, Trägerfrequenzverstärker, Demodulator und eine Zwischenstufe75). Die einzelnen Elemente sind nach dem Abnehmen der Vorderseite zugänglich. Die vom Menschen gemessene Spannung wird in die Vorstufe geleitet und erzeugt durch die RC Kopplung in der Vorstufe ein Signal76). Durch dieses Signal wird eine Amplitudenmodulierte Trägerfrequenzspannung erzeugt, die im Verstärker mehrere tausend Mal verstärkt wird77). Der nachfolgende Demodulator stellt aus der Trägerfrequenzspannung das verstärkte Originalsignal wieder her. Die Zwischenstufe führt eine Anpassung des Signals an die nachgeschaltete Leistungsendstufe durch78).

Die Leistungsendstufe (Abb.12) ist ein Gleichspannungsverstärker, der die Leistung für das Bewegen des Zeigers im Schreibsystem liefert79). Die Anschlussbuchse an der linken Seite des BEK3 ermöglicht das Trennen der Endstufe vom Verstärker, so dass die Signale an Zusatzgeräte weitergeleitet werden80). Das ist jedoch nur notwendig, wenn die Zusatzgeräte alleine betrieben werden sollen81). Dabei ist zu beachten, dass die Endstufe nicht für eine Dauerauslenkung gebaut wurde, weshalb das Auslenken nach 10 Sekunden wieder beendet werden muss82).
Die Leistungsendstufe ist direkt unter dem Schüttelgenerator verbaut und fest mit dem Chassis verschraubt, damit die Wärme der Transistoren nach außen geleitet wird83).

Der Oszillator (Abb.12) versorgt den Verstärker mit einer Wechselspannung und einer erdunabhängigen Gleichspannung84). Die Wechselspannung wird mit einer Frequenz von 8 kHz erzeugt und an den Modulator geleitet85). Die Gleichspannung wird für die Vor- und Zwischenstufe benötigt86). Um Störsignale durch den Oszillator zu vermeiden sind die Bauteile auf eine Platte geschraubt und durch ein Alumininumgehäuse von den anderen Elementen abgeschirmt87).

Der Schüttelgenerator (Abb.12) liefert eine Wechselspannung, die zur Überlagerung der Messspannung dient88). Dies hat den Effekt, dass Reibungsfehler des Schreibsystems vermindert werden89).

Abbildung 13: Innenraum BEK-3 Rückseite90)

Der Registrierteil besteht aus einer auswechselbaren Kassette, dem Getriebe und dem Schreibsystem (Abb.13)91). In der Kassette befindet sich das Kohle-, Schreibpapier und eine notwendige Leiteinrichtung92). Das Kohlepapier wird in entgegengesetzter Richtung zu dem Registrierpapier bewegt93). Die Ablaufgeschwindigkeit des Kohlepapiers wird mit einem Viertel der Geschwindigkeit des Registrierpapiers angeben94).

Das Getriebe (Abb.13) ermöglicht das Umschalten der Geschwindigkeit des laufenden Registrierpapiers95). Die Einstellung entspricht 5, 25, 50 mm/s96). Das Schalten wird bei laufendem Motor getätigt und muss aufgrund des Planetengetriebes durch das hörbare Einrasten bestätigt werden97). Falls es nicht einrastet, muss der Schalter erneut betätigt werden.

Der Zeiger des Schreibsystems (Abb.13) presst das Kohle- und Registrierpapier gegen die Schreibkante98), wobei die von der Leistungsendstufe weitergeleiteten registrierten Signale abgezeichnet werden99). Die Herzaktionsspannungen sind dann auf dem Papier ablesbar.

Die Stromversorgung (Abb.13) wird durch ein eingebautes, schutzisoliertes Ladegerät gewährleistet, womit die Batterie aufgeladen wird100). Die Spannung für den Testimpuls liefert eine 225-mAh große Knopfzelle, die sich oberhalb der Batterie befindet und nach Bedarf aufgeladen werden kann101). Die Batterie und die Knopfzelle sind auswechselbar. Aus diesem Grund ist die Batterie lediglich durch eine Steckverbindung im Gerät befestigt102).

Die Einstellung erfolgt über einen Nulllage- und Empfindlichkeitsregler und eine daneben angeordnete Tastenreihe103). Dieser Bereich wird als „Bedienteil“ angegeben. Die Funktion der Tasten wird in nachfolgender Tabelle erläutert.

Taste Beschreibung Taste Beschreibung
1 Anzeigeinstrument 8 Wählen der Ableitung
2 blockieren des Papiervorschub- und Schreibsystems, um die 225 mAh Knopfzelle aufzuladen 9 Kontrolltaste, durch das Betätigen wird der Zeiger als „Schattenbild sichtbar
3 Ausschalten 10 Ablauf des Registrierpapiers. Besitzt einen feststell Mechanismus
4 Registrierung einschalten 11 Blockieren des Dauerlaufs
5 Elektrokardioskop einschalten 12 Einstellen der Empfindlichkeit
6 Taste „1 mV“. Bei gedrückter Taste 9 oder 10 können Testsignale aufgezeichnet werden 13 Einstellen der Nulllage
7 Programmstecker, wirkt in Kombination mit den Tasten 8

104)

Bedienung

Um eine störungsfreie Registrierung zu gewährleisten, muss bei der Aufstellung des Gerätes beachtet werden, dass das Patientenlager geerdet ist und eventuelle Wechselstromleitungen,wie die Leitungen für reguläre Steckdosen, einen ausreichend großen Abstand zu dem Messgerät haben105). Der Abstand wird vom Hersteller mit einem Minimum von 0,5 m angegeben106). Sollten trotz des Abstands Störeinflüsse sichtbar werden, muss das Stromnetz für die Zeit der Registrierung abgeschaltet werden107). Außerdem ist das Gerät nur verwendbar bei Temperaturen bis +30°108), so dass die Aufnahme der Werte nicht in direktem Sonnenlicht oder in unmittelbarer Nähe einer Heizung erfolgen sollte, um Fehler bei der Messung zu vermeiden.

 xAbbildung 14: Auslöser109)  yAbbildung 15: Kassette in 90 Grad Stellung110) Vor der ersten Messung muss das Kohle- und Registrierpapier in die Kassette eingelegt werden. Die beiden Rollen müssen gleichzeitig getauscht werden111). Zum Einlegen des Papiers muss der „Auslöser“ gedrückt und die Kassette bis zur senkrechten Stellung angehoben werden (Abb.14 und Abb.15)112). In der 90 Grad Stellung kann die Kassette vom Bolzen abgezogen werden113). Dann können die Rollen eingelegt bzw. getauscht werden.







 zAbbildung 16: Innenleben Kassette114) Das Kohlepapier muss vor dem Einsetzen in die Kassette um etwa 25 cm ausgerollt werden115). Dann kann es auf die drehbare Rolle aufgesetzt (32, Abb.16) und wie in Abbildung 16 in die Kassette eingefädelt werden116). Das Ende des Kohlepapiers wird in den Schlitz des „Spannexcenters“ (33, Abb.16) eingesteckt117). Der Griff des „Spannexcenters“ (34, Abb.16), der vor dem Einlegen des Papiers parallel zum Schlitz stehen muss, wird nach rechts verdreht, womit das Kohlepapier gespannt wird118). Die Antriebsrolle (25, Abb.16) sollte bei der Drehbewegung festgehalten werden119). Das Registrierpapier wird auf die drehbare Rolle (36, Abb.16) aufgesteckt und über die Antriebsrolle (35, Abb.16) gelegt, bevor es durch die Umlenkrolle (38, Abb.16) an die Schreibkante (17, Abb.16) gelegt wird120). Durch ein Ziehen am Registrierpapier kann man sich überzeugen, ob die Kassette korrekt befüllt wurde121). Wenn das Kohlepapier sich durch Ziehen am Registrierpapier durch die Antriebsrolle (35, Abb.16) mit bewegt, ist das Befüllen abgeschlossen und die Kassette kann wieder auf den Bolzen aufgesetzt werden122). Das korrekte Schließen der Kassette ist durch das Einrasten beim Auslöser zu hören123). Das Registrierpapier wird nun von außen an die Transportwalzen herangeführt, wodurch der Transport wieder automatisch funktioniert124).


Vor der Inbetriebnahme muss die Batterie eingesetzt werden. Dazu ist die Kassette wie im Abschnitt Bedienung geschrieben zu entfernen. Wenn die Knopfzelle korrekt eingesetzt und die Kassette ebenfalls wieder eingebaut ist, kann das Gerät eingeschaltet werden125). Dies erfolgt durch das Drücken der Taste 1 (Abb.11)126). Bei einem funktionstüchtigen Gerät muss sich der Zeiger des Anzeigeinstruments nach dem Einschalten innerhalb des roten Bereichs befinden127). Der Schreibzeiger bewegt sich innerhalb von ca. 50 Sekunden zur Mittelstellung, wobei die Registrierung bereits ca. 15-20 Sekunden nach Inbetriebnahme gestartet werden kann128).

Sollte sich der Schreibzeiger vor der Regristrierung von Werten nicht in Nulllage befinden, muss dies korrigiert werden129). Der Zeiger ist von der normalen Nulllage aus um 5 mm verschiebbar130). Die Nulllage ist relevant, da nur in einem Bereich von 15 mm Differenz zur Nulllage eine verzerrungsfreie Aufnahme möglich ist131). Außerdem verbraucht das Gerät bei dem Zeiger in Mittelstellung am wenigsten Energie, was bei einem batteriebetriebenen Bauteil ebenfalls zu beachten ist.

Durch das Potentiometer lässt sich die Empfindlichkeit des Gerätes einstellen. Die Werte entsprechen hier 0-15 mm/mV132). Die Normalempfindlichkeit von 10 mm/mV ist an dem Einstellrad an der Seite markiert133). Durch die Taste „1 mV“ kann die Einstellung getestet werden.

Nachdem das Gerät mit Kohle- und Registrierpapier bestückt, die Batterie ausreichend geladen wurde und alle erforderlichen Kabel vorhanden sind, kann das Gerät an den Menschen angeschlossen werden. Dazu ist der Mensch in Ruhe und entspannt zu lagern.
Zuerst muss die Patientenleitung in die Buchse, die an der rechten Seite des Gerätes liegt, eingesteckt werden134). Danach müssen, der gewünschten Ableitung entsprechend, die vier Signalkabel am Patienten befestigt werden135).
Ist die unipolare Extremitätenableitung nach Einthoven, Wilson und Goldberger gewünscht, so müssen die Elektroden an folgenden Stellen befestig werden: die rote Elektrode wird am rechten Arm verbunden, die gelbe am linken Arm, die grüne am linken Bein und die schwarze am rechten Bein136). Soll die Brustwandableitung nach Wilson registriert werden, so müssen die Elektroden wie bei der Extremitätenableitung positioniert werden, wobei hier noch zusätzlich der rot-weiße Stecker an der Brustwand im Bereich C1 bis C6 befestigt werden muss137). Bei der Brustwandableitung nach Nehb muss die rote Elektrode an der Brustwand bei C1, die grüne bei C2, die gelbe bei C3 und die schwarze muss wie bei den anderen Ableitungen am rechten Bein befestigt werden138).
Bevor die Elektroden angelegt werden können, ist die entsprechende Körperpartie mit Wasser und Seife, Alkohol, Spiritus oder Äther zu reinigen139). Außerdem muss der Elektrodenüberzug in eine 2-5 prozentige Sodalösung getaucht werden140). Nach diesem Prozess können die Elektroden angelegt und mit einem Gummiband fixiert werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass das Band nicht zu fest gezogen wird, da sonst der Blutfluss und damit die Signalintensität eingeschränkt werden können.
Die bestehenden Übergangswiderstände zwischen Elektrode und Mensch können durch das Auftragen von Elektrodenpaste verringert werden. Diese entfernt weitestgehend die Luft an der Kontaktstelle und hat einen leitenden Charakter, so dass die Störsignale geringer werden. Dies ist besonders an der Brustwand nötig, da hier die Signalstärke aufgrund der tiefer im Körper liegenden Venen und Arterien im Verhältnis niedrig ist. Sollte die Paste nicht verfügbar sein, lässt sie sich selbst herstellen. Dazu werden 168g Glycerin, 50g Weizenmehl, 100g Kochsalz und 500g Wasser vermischt und fünf Minuten gekocht141).
Wenn alle Punkte beachtet wurden, kann die EKG-Registrierung gestartet werden und eine erste Diagnose zur Herzkreislauf-Gesundheit des Menschen erfolgen.

6-NEK-4 Sechskanalelektrokardiograf

6-Kanalelektrokardiograf mit Equipment6-Kanalelektrokardiograf mit Equipment142)

Der Sechskanalelektrokardiograf Typ 6-NEK-4 der Firma Kombinat VEB Messgerätewerk Zwönitz, ansässig in der DDR, wurde für routinemäßige Untersuchungen von elektrokardiologischen sowie akustischen Herzaktivitäten und zur Registrierung von Pulskurven entwickelt143) und ist einer der ersten in Serie produzierten Sechskanalelektrokardiografen der DDR, der volltransistorisiert wurde. Der Elektrokardiograf wurde für den stationären und ambulanten Routinegebrauch entwickelt und sollte auch für wissenschaftliche und experimentelle Anwendungen Verwendung finden. Der 6-NEK-4 ist vor Spannungsimpulsen, beispielsweise durch Defibrilatoren, bis zu 4000 V geschützt144). Zum Zeitpunkt seiner ersten Vorstellung wurden umfassende Untersuchungen des Herzens in speziellen Kreislauflaboren durchgeführt. Die geringen Maße des neu entwickelten 6-NEK-4 erlaubten es dem medizinischen Personal diese Untersuchungen direkt am Krankenbett zu machen, ohne einen körperlich belastenden Transport des Patienten. Die erste klinische Erprobung einer Vorserie fand im Jahre 1972 bis 1974 statt 145).

Aufbau

Der 6-NEK-4 besteht aus Ober- und Untergehäuse und ist nach Angaben des Herstellers nach einem Baukastensystem konstruiert worden. Das Chassis des Ober- und Untergehäuses wurde dabei in Leichtmetallbauweise gebaut, wobei der 6-NEK-4 ca. 100 kg leichter als sein Vorgänger, der 6-NEK-3, wurde146).

Eingangsfeld mit Benennung der Taster und Drehregler (deutsch und russisch)Abbildung: Eingangsfeld mit Benennung der Taster und Drehregler (deutsch und russisch)147)

In das Chassis, mit der Bestellnummer 4634.080-01000 werden die Baugruppen montiert und verkabelt. Im oberen Gehäuse sind das Eingangsfeld (s. Abb. Eingangsfeld) mit einem Bedienteil E221, einem Registrierteil E220, sechs Vorverstärkern E101, einem Einschub für die Herzschallabstimmung E102 und ebenfalls einem Einschub für ein elektrisches Stethoskop E222 erkennbar. An diesen Elementen des Elektrokardiografen ließen sich sämtliche Einstellungen und Abstimmungen zur Registrierung der Herzsignale durch das medizinische Personal vornehmen148). Am oberen Gehäuse befinden sich auf der rechten Seite, weitere Anschlüsse, wie etwa die für die Standardableitungen (Eingang 1), womit die Ableitungen nach Eindhoven, Goldberger, Wilson und Nehb vorgenommen werden können. Ein zweiter Eingang (Eingang 2) durch den die Ableitungen nach Frank realisiert wurden, sowie Anschlüsse für zwei Pulsabnehmer (P1, P2) sind hier ebenfalls erkennbar149). Die Anschlüsse für die Pulsabnehmer können für Zusatzgeräte, bei entsprechender Programmwahl auch für experimentelle Anwendungen, verwendet werden150). Ebenso sind dort Anschlüsse für einen Erdleiter und die Potentialausgleichsleitung (PAL 1) befindlich151)(s. Abb. rechte Gehäuseseite).

AbschlussbüchseAbbildung: Anschlussbüchse152)


Im unteren Gehäuse lassen sich nach Aufklappen des oberen Gehäuses die Netzteile E224 und E225 finden, die das gesamte Gerät mit Strom versorgen. Ebenfalls sind sechs Endverstärker für das Direktschreibsystem des elektro-mechanischen Registrierteils zu erkennen, die die Schreibzeiger für das Kohlepapier-Durchschreibeverfahren entsprechend der Herzsignale steuern153). Von diesen Endverstärkern sind drei verschiedene Ausführungen verbaut worden. Drei Endverstärker vom Typ E110 sind für die Normalschreiber vorgesehen, weitere zwei Endverstärker vom Typ E111 für die Breitschreiber und ein letzter vom Typ E181 für den Schnellschreiber. Die Variation der Endverstärker ergibt sich durch unterschiedliche Anwendungen der jeweiligen Schreibsysteme. So ist beispielsweise der Schnellschreiber in der Lage Signale mit einer oberen Grenzfrequenz von bis zu 200 Hz abzubilden, bei einer Schreibbreite von 30 mm. Der Normalschreiber, mit derselben Schreibbreite, kann nur bis zu 130 Hz Signale darstellen. Mit dem Breitschreiber erzielt man eine Schreibbreite von 60 mm bei einer oberen Grenzfrequenz von 100 Hz154).

Auf der Rückseite des 6-NEK-4 findet sich eine Büchse für den Netzstecker, sowie ein Anschluss für eine Fernbedienung des 6-NEK-4 und ebenso zwei Anschlüssen für Zusatzgeräte, mit dem eine externe Ereignisregistrierung möglich ist155).

NetzanschlussfeldAbbildung: Netzanschlussfeld156)

Das kastenartige Gerät ist auf einem Wagengestell verbaut wurden. Lenk- und fahrbar ist der Wagen durch vier, an der Unterseite des Gestells montierte, Lenkrollen. Vorhanden sind ebenfalls Griffe an den Seiten des 6-NEK-4, die nicht nur einer besseren Steuerbarkeit des Elektrokardiografen dienen können, sondern auch zur geordneten Lagerung von Patientenkabeln nützlich sein können.

Bedienung und Funktion

Vorbereitung

Vor Inbetriebnahme des 6-NEK-4 ist darauf zu achten, dass der Elektrokardiograf, die Patientenkabel und gegebenenfalls das Patientenbett möglichst weit von Leitungen entfernt platziert werden, da die Netzspannung zu Störeinflüssen auf die Registrierung von elektrischen Signalen führen können157). Das Gerät muss vor sicherer Inbetriebnahme über eine Erdleitung mit einer elektrischen Verbindung zum Erdreich (Betriebserde) verbunden werden. Die Berührung des Erdleiters ist nach Herstellerangaben zu vermeiden. Wird der Sechskanal-Elektrokardiografen bei „Untersuchungen und Behandlungen im und am freigelegten Herzen sowie Herzkatheterisierung“158) verwendet, ist neben der Betriebserde an den an der Behandlung beteiligten Materialen und Geräten eine Potentialausgleichsleitung anzuschließen159).

Einschalten und Überprüfen der Netzspannung

Der Hersteller empfahl nach anschließen der Netzleitung an der Rückseite des Elektrokardiografen, aber vor Inbetriebnahme des Gerätes, sämtliche Drehknöpfe und Tasten wie folgt einzustellen160):

Drehknöpfe Position
Nulllage (6x) in Mittelstellung
Verstärkung (6x) in Raststellung
Programmwähler auf TEST
Tasten Position
Blockierung nicht gedrückt
Trenntaste (6x) nicht gedrückt
Frequenzblende (6x) nicht gedrückt
Bereitschaft nicht gedrückt
Fernbedienung nicht gedrückt
Sichtgerät-Herzschall nicht gedrückt
Papierstransport-Stop gedrückt
Netz gedrückt

161)

Zur Kontrolle der Netzspannung ist für das Personal, welches den 6-NEK-4 bedient, neben der Netz-Taste (Taste zum Ein- und Ausschalten) ein Fenster zu sehen, in dem eine Nadel anzeigt, ob die Versorgungsspannung aus dem Wechselstromnetz ausreichend, zu hoch oder zu niedrig für die Inbetriebnahme ist. Befindet sich die Nadel im grünen Bereich des Fensters, ist die Netzspannung zur Inbetriebnahme des Gerätes in Ordnung162).

Kontrolle der Funktionen

Vor Registrierung sämtlicher herzphysiologischer Messgrößen, ist die Blockierungstaste zu drücken. Hierdurch werden die Vorverstärker eingeschaltet. Die Schreibzeiger werden durch Lampen innerhalb des Gerätes beleuchtet. Sind die Schatten der Schreibzeiger nicht in Übereinstimmung mit den Markierungen auf dem Deckel des Registrieteils, können diese durch die Drehknöpfe Nulllage justiert werden. Durch das Drücken der Taste Papiertransport-Vorwahl und anschließend Papiertransport-Ablauf 25 wird geprüft, ob das Registrierpapier abläuft und ob somit der Registrierteil, sowie die Schreibzeiger ordnungsgemäß funktionieren. Abschließend ist die Taste Test kurz zu betätigen, welche einen Testimpuls auf den Kurvenverlauf des Registrierpapiers auslöst. Nach der Registrierung des Testimpulses ist die Taste Papiertransport-Stop zu betätigen. Die Testimpulse, die auf allen Kanälen zu sehen sind, haben eine Solllänge von 10 mm. Ist dies nicht der Fall, kann dieses mit dem Drehknopf Verstärkung, sowie der dazugehörige Rastscheibe kanalweise eingestellt werden. Das Registrierpapier ist gegebenenfalls wiederholt ablaufen zu lassen und die Test-Taste erneut zu drücken, bis ein Istwert von 10 mm abzumessen ist163).

Anschluss des Patienten

Vor Anbringen der Elektroden, ist es nötig Stellen der Haut, auf die die Elektroden angelegt werden sollen, zu reinigen. Der Hersteller empfiehlt medizinische Elektrodenpaste zu verwenden. Als Alternative, sollten „Leinenstreifen, Fließpapier, oder Ähnliches“ in 2 bis 5 prozentige Sodalösung getaucht und diese dann zwischen Haut und Elektrode gelegt werden. Die Elektroden sind durch mitgelieferte elastische Bänder zu arretieren164).

Registrierung

Folgende Programme waren durch den 6-NEK-4 durchgeführt wurden.

Kanal 1 Kanal 2 Kanal 3 Kanal 4 Kanal 5 Kanal 6
Programm (Normalschreiber) (Breitschreiber) (Schnellschreiber) (Normalschreiber) (Breitschreiber) (Normalschreiber)
1 Eindhoven I Pulskurve 1 Herzklang (mittlere Frequenzabstimmung 1) Eindhoven II Pulskurve 2 Eindhoven III
2 Herzklang (tiefe Frequenzabstimmung) Eindhoven II Herzklang (mittlere Frequenzabstimmung 1) Herzklang (mittlere Frequenzabstimmung 2, Konturschrift) Pulskurve 2 Herzschall (hohe Frequenzabstimmung, Konturschrift)
3 Eindhoven II Pulskurve 1 Herzklang (mittlere Frequenzabstimmung 1) Nehb D Nehb A Nehb J
4 Eindhoven I Eindhoven II Eindhoven III Nehb D Nehb A Nehb J
5 Wilson V1 Wilson V2 Wilson V3 Wilson V4 Wilson V5 Wilson V6
6 Eindhoven I Eindhoven II Eindhoven III aVR aVL aVF
7 TEST TEST TEST TEST TEST TEST
8 Frank Vx Frank Vy Frank Vz Eindhoven I Eindhoven II Eindhoven III
9 Eindhoven II Pulskurve 1 Herzklang (mittlere Frequenzabstimmung 1) Frank Vx Frank Vy Frank Vz
10 Frank Vx Frank Vy Frank Vz Herzklang (mittlere Frequenzabstimmung 2, Konturschrift) Pulskurve 2 Herzschall (hohe Frequenzabstimmung, Konturschrift)
11 Eindhoven II Experimenteingang für Breitschreiber Experimenteingang für Schnellschreiber Herzklang (mittlere Frequenzabstimmung 2, Konturschrift) Pulskurve 2 Experimenteingang für Normalschreiber (ohne Vibrator)
12 Experimenteingang für Normalschreiber Experimenteingang für Breitschreiber Experimenteingang für Schnellschreiber Frank Vx Frank Vy Frank Vz

165)

Allgemeine Registrierung

Ausschnitt des Registrierpapiers des Sechskanal-ElektrokardiografensAbbildung: Ausschnitt des Registrierpapiers des Sechskanal-Elektrokardiografens

Mit einem Drehknopf im Bedienteil, ist eins der Programme auszuwählen. Mit der Trenntaste könnten einzelne Registrierkanäle abgeschaltet werden. Es ist vereinzelt notwendig die Nulllage einzelner Kanäle wiederholt einzustellen. Durch Drücken auf die Taste Papiertransport-Ablauf 25 ist das Registrierpapier ablaufen zu lassen. Die Funktionalität soll durch kurzzeitiges Betätigen der Taste Test überprüft werden, bei der ein Testimpuls von 10 mm eingeblendet werden sollte166). Da Muskelkontraktionen, sowie Störungen des Wechselspannungsnetzes das Signal beeinträchtigen können, ist es möglich, diese Störeinflüsse durch das Betätigen der Taste Frequenzblende herauszufiltern. Diese Einstellung kann nach Bedarf kanalweise vorgenommen werden. Nach Beenden der Registrierung, ist der Papiertransport durch die Taste Papiertransport-Stop zu stoppen. Anschließend ist das Gerät zu blockieren, um die Vorverstärker abzuschalten. Nun können die Elektroden vom Patienten abgenommen werden167).

Bei der Registrierung läuft das Registrierpapier vom Inneren des Gerätes heraus und wird dabei durch das Kohlepapier-Durchschreibe-Verfahren beschrieben. Das Kohlepapier liegt bei diesem Verfahren auf dem Registrierpapier und bewegt sich in gleicher Richtung und Geschwindigkeit nach außen. Dunkle Pigmente des aufliegenden Kohlepapiers gelangen dabei auf das Registrierpapier, weil unterhalb des Registrierpapiers ein Schreibzeiger dieses gegen das Kohlepapier drückt und somit auf das Registriepapier aufträgt168). Der 6-NEK-4 hat sechs Schreibzeiger, die für eine lange Lebensdauer saphirbestückt sind. Jeder Schreibzeiger wird durch Drehmesswerke, dem elektrokardiologischen Signal entsprechend, durch die Endverstärker gesteuert.

Schematische Darstellung des Kohlepapier-Durchschreibe-VerfahrensAbbildung: Schematische Darstellung des Kohlepapier-Durchschreibe-Verfahrens

Das Registrierpapier ist dabei in einem Fach im Bauch des 6-NEK-4 vorrätig. Das Registrierpapier kann dabei nach Wahl als Rollen- oder Faltpapier in das Gerät eingesetzt werden. Die Verwendung von Faltpapier bietet den Vorteil, dass dieses vorteilhafter archiviert und gesichtet werden kann als Rollpapier. Es lassen sich elektrokardiologische Ereignisse auf dem Faltpapier besser kennzeichnen, da die Seiten des Faltpapiers nummeriert sind. Das Registrierpapier in Rollenform hat eine Vorratslänge von 50 m, die Faltbuchvariante 100 m, bzw. 500 Blatt. Die Maße eines einzelnen Blattes, in Faltbuchform, haben in etwa das Format A4 und sind durch Abreißkanten sauber voneinander abzutrennen. Das Kohlepapier hat eine Vorratslänge von 150 m und wird als Rollenpapier in den 6-NEK-4 eingesetzt. Durch Öffnen der Klappe an der Oberseite des 6-NEK-4 kann das verbrauchte Kohlepapier einfach ausgewechselt, aber ebenfalls neues Registrierpapier eingesetzt werden169)170).

Die Ablaufgeschwindigkeit des Registrierpapiers lässt sich in acht Stufen (1,25 bis 200 mm/s), den Bedürfnissen des medizinischen Personals entsprechend, durch Tasten unterhalb des Registrierpapiervorschubs einstellen. Sind von Patienten andere Ableitungen weiterhin durchzuführen, kann dies durch Betätigen der Taste Papiertransport-Stop, gefolgt von einer Wahl des gewünschten Programms am Programmwähler realisiert werden. Kurzzeitig wird hierbei das Gerät für 2 bis 5 Sekunden „blockiert“, welches durch die ausgeschaltete Beleuchtung der Schreibzeiger signalisiert wird. Nach Ablauf der Blockierung der Verstärkerelektronik, schaltet sich die Beleuchtung automatisch wieder ein171). Es ist vorgesehen entsprechende Patientenbezogene, sowie Hinweise der Registrierung auf dem Registrierpapier über der geneigten „Ablauffläche“ des Registrierteils zu vermerken, damit die aufgezeichneten Kurven sowie Patient_innen auch im Nachhinein eindeutig zugeordnet werden können172).

Die Registrierung von Körpersignalen durch den 6-NEK-4 lässt sich auch über das Ein-Kanal-Sichtgerät Biomonitor BMT-101, sowie über das Universalsichtgerät USG-101 realisieren. Der BMT-101 ist ein spezialisiertes Osziloskop, des Kombinat VEB Messgerätewerk Zwönitz zur Darstellung von kardiologischen Größen, des 6-NEK-4. Dieser ist über ein Kabelanschluss in die Büchse für Sichtgerät hineingeführt. Durch Einstellung eines Drehreglers zur Programmauswahl am Biomonitor, können die Entsprechende Ableitung auf den Leuchtschirm des BMT-101 dargestellt werden. Das Universalsichtgerät wird auf gleiche Weise an den 6-NEK-4 angeschlossen. Das USG-101 ist fähig, 6 Kanäle gleichzeitig dazustellen. Durch diese Möglichkeit lässt sich Registrierpapier sparen, da zur richtigen Elektroden- und Sensorenplatzierung lediglich auf das Signal des Monitors geachtet werden muss. Nach Sicherstellung, der korrekten Elektrodenplatzierung, kann eine simultane Registrierung der Herzsignale auf dem Registrierpapier stattfinden173).

Elektrokardiografie

Durch den 6-NEK-4 lassen sich die Standardableitungen nach Eindhoven (I, II, III), Goldberger (aVL, aVR, aVF), Wilson (V1 bis V6) durchführen. Durch ein entsprechendes Patient_innenkabel, welches alle Elektroden enthält, die für diese Standardableitungen notwendig sind, kann man diese Registrieren. Hierfür muss dieses Kabel in den Anschluss Eingang 1 eingesteckt werden. Die geräteinterne Elektronik verschaltet die Elektroden so, dass die Signale, entsprechend der Vorgabe der eingestellten Ableitungen, gemessen werden174).

Für die Ableitungen nach Frank wird ein entsprechendes Patienten_innenkabel in Eingang 2 eingesteckt. Hierbei ist auf die nach Frank vorgesehene Positionierung der Elektroden zu achten. Zu vermerken ist ebenfalls, dass die Ableitung Vz nach Frank mit negativen Vorzeichen dargestellt wird175).

Pulskurven

Der Aterienpuls, sowie der Venenpuls lassen sich durch die Zusatzgeräte Aterienpulsabnehmer AP 202, sowie den Venenpulsabnehmer VP 102 vornehmen. Diese Zusatzgeräte sind in die Eingänge P1 oder P2 einzustecken. Zur richtigen Registrierung des Herzschalls ist es wichtig, diese spezialisierten Drucksensoren genauestens auf den Körper zu platzieren. Bei der Registrierung ist die Nulllage so weit nach unten zu verschieben, dass für die Amplitude des Druckes ausreichend Platz ist. Ist die Pulskurve zu schwach oder nicht zu erkennen, ist gegebenenfalls die Lage des Pulsabnehmers zu verändern. Vor der Pulskurvenregistrierung ist der Drehknopf Pulsabnehmer-Empfindlichkeit/Zeitkonstante auf f1 einzustellen. Die Empfindlichkeit ist bei schwächeren Pulsen auf f2 bis f4 zu erhöhen. Bei der Nutzung des Venenpulsabnehmer kann die höchste Empfindlichkeit f4 meistenteils eingestellt werden. Anschließend kann die Blockierung gelöst werden und eine Registrierung auf Papier stattfinden176).

Herzschall

Zur korrekten Registrierung des Herzschalls ist es notwendig, dass Patient und 6-NEK-4 in einer geräuscharmen Umgebung platziert sind. Die sechs Drehknöpfe der Verstärker sind in Rastposition zu stellen. Die Regler Empfindlichkeit Herzschall sind bis auf Anschlag nach links zu drehen. Es kann nun in die Büchse Herschallmikrofon das Herzschallmikrofon HM 692 oder HM 612 eingeführt werden. Zur Darstellung und für Abstimmungen des Herzschalls auf einen Biomonitor, ist die Taste Sichtgerät zu betätigen. Ein Elektrostethoskop kann in die dafür vorgesehene Büchse eingeführt werden und dient somit wie der Biomonitor zur richtigen Abstimmung des zu registrierenden Signals. Hierfür können die Einstellungen zur Lautstärke und Tonblende vorgenommen werden. Mit den beiden Reglern der Tonblende können hohe und tiefe Frequenzanteile des Herzschalls verstärkt oder unterdrückt werden177).

Der 6-NEK-4 kann das Akustische Signal auch durch Anschluss eines Magnettonbandgerätes den Herzschall aufzeichnen lassen. Die Nutzung eines elektrisch ausreichend gesicherten Magnettonbandgerätes ist zu prüfen. Die Büchse Magnetband, Experiment ist hierbei mit einem entsprechenden Kabel mit dem Tonbandgerät zu verbinden. Das vom Magnettonbandgerät aufgezeichnete Signal wird werkseitig nicht durch die Tonblende beeinflusst, weshalb bei der Wahl des Magnetbandes besonders auf die untere Frequenzgrenze zu achten ist. Es besteht allerdings, von der Konzeption des Sechskanalelektrokardiografen die Möglichkeit die Tonblende auf die Aufzeichnung wirksam zu machen178).

Druckmessung

Der Anschluss eines Drucksensors ist ebenso möglich. Hierfür wird ein Entsprechender Sensor mit einem Vorverstärker verbunden. Bevorzugt sollten hierbei die Breitschreibkanäle 2 und 5 verwendet werden. Nach Anschluss mit dem Sensor, ist die Trenntaste zu drücken179).

Fernbedienung

Es ist möglich den 6-NEK-4 per Fernbedienung zu steuern. Hierfür muss die mitgelieferte Fernbedienung an das Gerät angeschlossen werden und die Taste Fernbedienung am Registrierteil betätigt werden180).

Ereignismarken und Sekundenimpulse

Am Registrierteil des Gerätes besteht die Möglichkeit, Ereignismarken durch Knopfdruck am Elektrokardiografen, oder in 1- beziehungsweise 10-Sekunden-Intervallen zu registrieren. Ebenso kann eine Ereignismakierung durch einen Fernanschluss realisiert werden. Zur händischen Registrierung ist einer der beiden Regler am Registrierteil des 6-NEK-4 auf die Position von Hand zu stellen. Durch betätigen der entsprechenden Taste, wird eine Impulsmarke auf dem ablaufenden Papier registriert. Die Wahl des Reglers ist für die händische Makierung von Ereignissen unerheblich und spielt nur bei der Wahl der periodischen Ereignismakierung eine Rolle. Ist es gewünscht in 1-Sekunden-Intervallen eine Makierung zu setzen, so ist der Regler auf die Position 1s zu drehen. Der übrige Regler ist auf von Hand oder extern zu stellen. Findet ein Papiertransport statt, wird in jeder Sekunde ein Impuls in jedem Kanal registriert. Analog hierzu geht man bei der Wahl der 10-Sekunden-Makierung vor. Stellt man den Regler auf extern kann ein Ereignis-Impuls durch eine entsprechende Fernbedienung getätigt werden181).

Experiment (AC,DC)

Zur Verfügung stehen des Weiteren Wechselstromeingänge (AC), sowie Gleichstromeingänge (DC). Diese haben unterschiedliche Merkmale. Der AC-Eingang ist über die Stecker Pulsabnehmer P1 und P2 verwirklicht. Genauso wird ein DC-Eingang verwirklicht. Diese sind an die Vorverstärker anzuschließen. Passende Leerstecker sind im Lieferumfang erhältlich. Die Kontaktbelegung ist entsprechend des gewünschten Zusatzgeräts anzupassen. Durch Wahl eines entsprechenden Programmes werden die Experimentalfunktionen aktiviert182).

Besonderheiten

Allgemein

Die volltransistorisierte Bauweise des Elektrokardiografen ermöglicht eine platzsparendere, sowie leichtere Bauweise, im Vergleich zu seinen direkten Vorgängern183). Die Anwendung von Transistoren im 6-NEK-4 erlaubt auch eine vergleichbar schnellere Betriebsbereitschaft, da Transistoren, anders als Röhren, nicht vor ihrer Verwendung vorgeheizt werden müssen.

Vergleich des 6-NEK-4 mit seinen Vorgängermodellen

Im Vergleich zu seinen Vorgängern ist der 6-NEK-4 deutlich leichter und kompakter in seiner Bauweise bei gleichbleibender oder verbesserter Funktionalität. Der Sechskanalelektrokardiograf 6-NEK-4 hat eine geringere Leistungsaufnahme als seine Vorgängermodelle. Mit der Verwendung von Transistoren, anstelle von Elektrodenröhren, gelang die Verringerung der Abmessungen sowie der Masse des Sechskanaleletrokardiografen. Die folgende Tabelle gibt einige Kennwerte der in Zwönitz Produzierten Sechskanalelektrokardiografen.

Typ 1. Serienproduktion Funktionen Abmessung [mm] Leistungsaufnahme [W] Gewicht [kg]
6-NEK-1/F2184)185) 1961 Elektrokardiogramme (Eindhoven, Goldberger, Wilson, Nehb), Phonokardiografie, Pulskurven 670 x 960 x 1110 550 216
6-NEK-2186)187) 1966 Elektrokardiogramme (Eindhoven, Goldberger, Wilson, Nehb), Phonokardiografie, Pulskurven 670 x 960 x 1110 650 220
6-NEK-3188)189) 1969 Elektrokardiogramme (Eindhoven, Goldberger, Wilson, Nehb), Phonokardiografie, Pulskurven 660 x 970 x 1010 650 150
6-NEK-4190)191) 1974 Elektrokardiogramme (Eindhoven, Goldberger, Wilson, Nehb, Frank), Phonokardiografie, Pulskurven 660 x 480 x 800 400 65

Verbindung zum Drei-Kanalelektrokardiograf 3-NEK des Kombinat VEB Meßgerätewerk Zwönitz

Der 6-NEK-4 ist eine Weiterentwicklung des 3-NEK. Bauteile des 3-NEK sind mit dem 6-NEK-4 kompatibel und hatte den Zweck, die Produktion des Kombinat VEB Messgerätewerk Zwönitz, verstärkt zu rationalisieren192).

Nutzung in der Universitätsklinikum Magdeburg (vorm. Medizinische Akademie Magdeburg)

Bildschirmaufnahme einer ehemaligen Inventarisierungssoftware der Medizintechnik des Universitätsklinikums MagdeburgBildschirmaufnahme einer ehemaligen Inventarisierungssoftware der Medizintechnik des Universitätsklinikums Magdeburg

Das dem Projekt Kustodie der Universität Magdeburg vorliegende Objekt Sechskanalelektrokardiograf Typ 6-NEK-4 mit der Fabrikatennummer 20 371 wurde zuletzt in der chirurgischen Abteilung der Universitätsklinikum Magdeburg - damals chirurgische Poliklinik - eingesetzt. Es wurde 1980 in Zwönitz produziert und am 3. Juni 1996 ausgemustert. Medizintechnische Mitarbeiter des Klinikums haben diesen 6-NEK-4 dennoch weiterhin gelagert und vor einer Verschrottung aufbewahrt.

Wartung und Service

Elektronik

Der 6-NEK-4 wurde so konstruiert, dass dieser für Wartungszwecke einfach und zügig zugänglich ist. Deshalb ist der obere Gehäuseteil, nach lösen einiger Schrauben, hochklappbar193). Ebenfalls sind einzelne Komponenten als Module realisiert, die im Falle eines Reperaturereignisses einfach ausgetauscht werden können und dem Gerät eine geringe Ausfallzeit garantieren, wenn Ersatzmodule in der betreffenden Einrichtung vorhanden sind. Diese Arbeiten sind durch geschultes Servicepersonal durchgeführt worden194).

Registrier- und Kohlepapier

Durch Anhaben der Klappe des Registrierteils durch den Verschluss-Hebel ist das einsetzten von neuem Registrierpapier möglich. Ebenso auch der Wechsel des Kohlepapiers. Die Klappe ist arretierbar. Taster Andruckwalze betätigen. Hierdurch hebt sich die Andruckwalze, die für den Papiertransport sorgt. Für das Einsetzen von Registrierpapier in Rollenform ist die alte, übrigbleibende Rolle herauszunehmen und durch eine neue Rolle zu ersetzen. Das Papier nun unter die Walze führen. Beim Registrierpapier in Faltbuchform ist das der Papierblock in den Bauch des 6-NEK-4 einzulegen. Nach Einsetzen des Registrierpapiers die Taste Andruckwalze betätigen. Zum Wechsel des Kohlepapiers wie folgt vorgehen. Das verbrauchte Kohlepapier unterhalb der Verschlussklappe des Registrierteils entnehmen und frisches Kohlepapier einsetzen. Danach ist die Verschlussklappe des Registrierteils zu verschließen195).

Schreibzeiger

Defekte Schreibzeiger werden nur durch antimagnetisches Werkzeug gewechselt, da es zu Änderungen messtechnische Kennwerte, durch die Nutzung magnetischer Werkzeuge kommen konnte196).

Einzelnachweise

1)
Trappe, Hans-Joachim ; Schuster, Hans-Peter: EKG-Kurs für Isabel. Stuttgart: Georg Thieme Verlag, 2020, S.3
2)
Faller, Adolf ; Schünke, Michael: Der Körper des Menschen : Einführung in Bau und Funktion. Stuttgart: Thieme, 2016, S.223
3)
Faller, Adolf ; Schünke, Michael: Der Körper des Menschen : Einführung in Bau und Funktion. Stuttgart: Thieme, 2016, S.224
4)
4
5) , 13)
5
6)
6
7)
Kramme, Rüdiger: Medizintechnik : Verfahren - Systeme - Informationsverarbeitung. Berlin Heidelberg New York: Springer-Verlag, 2016, S.132
8)
Faller, Adolf ; Schünke, Michael: Der Körper des Menschen : Einführung in Bau und Funktion. Stuttgart: Thieme, 2016, S.227
9)
Kramme, Rüdiger: Medizintechnik : Verfahren - Systeme - Informationsverarbeitung. Berlin Heidelberg New York: Springer-Verlag, 2016, S.137
10)
Kramme, Rüdiger: Medizintechnik : Verfahren - Systeme - Informationsverarbeitung. Berlin Heidelberg New York: Springer-Verlag, 2016, S.1039
11)
Luthra, Atul: ECG Made Easy. New Dheli: JP Medical Ltd, 2012,S.21
12)
Kramme, Rüdiger: Medizintechnik : Verfahren - Systeme - Informationsverarbeitung. Berlin Heidelberg New York: Springer-Verlag, 2016, S.137-138
14)
Luthra, Atul: ECG Made Easy. New Dheli: JP Medical Ltd, 2012,S.22
15)
Luthra, Atul: ECG Made Easy. New Dheli: JP Medical Ltd, 2012, S.22
16)
Kramme, Rüdiger: Medizintechnik : Verfahren - Systeme - Informationsverarbeitung. Berlin Heidelberg New York: Springer-Verlag, 2016, S.138
17)
9
19)
Kramme, Rüdiger: Medizintechnik : Verfahren - Systeme - Informationsverarbeitung. Berlin Heidelberg New York: Springer-Verlag, 2016, S.139
20)
Kramme, Rüdiger: Medizintechnik : Verfahren - Systeme - Informationsverarbeitung. Berlin Heidelberg New York: Springer-Verlag, 2016, S.140
21)
Frank, Ernest: an accurate,clinically practical system for spatial vectorcardiography. circualtion, 1956, S.2-3
22) , 23) , 24) , 29) , 31) , 32) , 33) , 35) , 36) , 37) , 38) , 39) , 40) , 41) , 42) , 43) , 44) , 45) , 46)
Wilfried Scharner: Notfall- und Einstichelektroden. Zwönitz: VEB Meßgerätewerk Zwönitz, 1963. Sächsisches Staatsarchiv,Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz,845
25) , 26) , 27) , 28) , 30) , 34)
O.A.:Notfallelektroden. Zwönitz: VEB Meßgerätewerk Zwönitz, 1963. Sächsisches Staatsarchiv,Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz,845
47) , 62) , 70)
vgl. Dipl.-Ing. Rudolf Meyer, Ein Transistor-Elektrokardiograf, Berlin (Deutsche Demokratische Republik), VEB Verlag Volk und Gesundheit, Medizintechnik 3, 1963, S. 173 - 175
48)
v.d. Börnert und H. Seidel: BEK3 in der Veterinärmedizin. Karl-Heinz Universität Leipzig: Veterinär-Physiologisches Institut,O.J. Sächsisches Staatsarchiv,Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz,845
49) , 50)
O.A.:Details BEK3.(S.1) Zwönitz: VEB Meßgerätewerk Zwönitz, 1963. Sächsisches Staatsarchiv,Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz,845
51) , 52) , 53) , 54) , 55) , 56) , 57) , 58) , 59) , 60) , 61) , 63) , 64) , 71) , 72) , 93) , 95) , 96) , 97) , 98) , 100) , 101) , 105) , 106) , 107) , 108) , 109) , 110) , 111) , 112) , 113) , 114) , 115) , 116) , 117) , 118) , 119) , 120) , 121) , 122) , 123) , 124) , 125) , 126) , 127) , 128) , 129) , 130) , 131) , 132) , 133) , 134) , 135) , 136) , 137) , 138) , 139) , 140)
O.A.:nek205,bek305_Bedienungsanweisung. Zwönitz: VEB Meßgerätewerk Zwönitz,O.J.Sächsisches Staatsarchiv,Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz,845
65) , 66) , 67) , 68) , 69) , 74) , 75) , 76) , 77) , 78) , 79) , 80) , 81) , 82) , 83) , 84) , 85) , 86) , 87) , 88) , 89) , 91) , 92) , 94) , 99) , 102) , 103) , 104) , 141)
O.A.:BEK3 (sämtliche Dokumente).O.V.,O.J.Sächsisches Staatsarchiv,Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz,845
73) , 90)
O.A.:BEK3 (sämtliche Dokumente) S.35.O.V.,O.J.Sächsisches Staatsarchiv,Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz,845
142)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. Anhang), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
143)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. S. 6), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
144)
o. A.: 6-NEK-4 Broschüre, o. V., o. J., , Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
145)
o. A.: Abschlussbericht, Entwicklungsthema 6-NEK-4, (vgl. S. 2ff.), o. V., 1975, Zwönitz, Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
146)
o. A.: Abschlussbericht, Entwicklungsthema 6-NEK-4, (vgl. S. 1), o. V., 1975, Zwönitz, Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
147) , 152) , 156)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. Anhang), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
148)
o. A.: 6-NEK-4, Serviceanleitung (vgl. S. 1 - 11), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
149)
o. A.: 6-NEK-4, Serviceanleitung (vgl. S. 11), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2)
150)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. S. 14f.), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
151)
o. A.: 6-NEK-4, Serviceanleitung (vgl. S. 8), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2)
153)
o. A.: 6-NEK-4, Serviceanleitung (vgl. S. 7 - 9, S. 81 - 84), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
154)
Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1 (6-NEK-4, Serviceanleitung), Archivaliensignatur: 70/1-2, vgl. S. 5-8
155)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. S. 7 - 15), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
157) , 158) , 159) , 161)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. S. 7), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
160) , 162)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. S. 8), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
163)
((o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. S. 8ff.), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
164)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. S. 9), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
165)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. S. 10), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
166) , 171) , 172)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. S. 11), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
167)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. S. 9ff.), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
168)
Dr.-Ing. Albert Nitzsche: EKG-Registrierverfahren, Berlin (Deutsche Demokratische Republik), VEB Verlag Volk und Gesundheit, Medizintechnik 3, 1963, vgl. S. 103 - 106
169)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. S. 2), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
170)
Erhard Clauss: Der Sechskanalelektrokardiograf Typ 6-NEK-4, Berlin (Deutsche Demokratische Republik), VEB Verlag Volk und Gesundheit, Medizintechnik 15, 1975, S. 134 - 138
173)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. S. 4), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
174)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. S. 10 - 21), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
175) , 176)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. S. 12), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
177)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. S. 13), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
178)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. S. 14), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
179)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. S. 18), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
180) , 182)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. S. 15), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
181)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. S. 14f.), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
183) , 194)
o. A.: Abschlussbericht, Entwicklungsthema 6-NEK-4, (vgl. S. 2), o. V., 1975, Zwönitz, Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
184)
o. A.: 25 Jahre erfolgreiche Entwicklung der Biomeßtechnik im Kombinat VEB Meßgerätewerke Zwönitz (vgl. S. 3), o. V., 1974, Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Betriebsgeschichte, Archivaliensignatur: 133/1-8
185)
o. A.: 6-NEK-1/F2, Broschüre, o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
186)
o. A.: interne Auskunft über medizinische Geräte (vgl. S. 1), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Betriebsgeschichte, Archivaliensignatur: 133/1-8
187)
o. A.: 6-NEK-2 Bedienungsanweisung, o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
188)
o. A.: 25 Jahre erfolgreiche Entwicklung der Biomeßtechnik im Kombinat VEB Meßgerätewerke Zwönitz (vgl. S. 6), o. V., 1974, Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Betriebsgeschichte, Archivaliensignatur: 133/1-8)
189)
o. A.: 6-NEK-3 Bedienungsanweisung, o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
190)
o. A.: Abschlussbericht, Entwicklungsthema 6-NEK-4, (vgl. S. 2 - 5), o. V., 1975, Zwönitz, Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
191)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. S. 2 - 6), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
192)
o. A.: Abschlussbericht, Entwicklungsthema 6-NEK-4, o. V., 1975, Zwönitz, Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
193)
o. A.: 6-NEK-4, Serviceanleitung (vgl. S. 8), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
195)
o. A.: Bedienungsanleitung des 6-Kanalelektrokardiografen 6-NEK-4 (vgl. S. 16f.), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
196)
o. A.: 6-NEK-4, Serviceanleitung (vgl. S. 7 - 9, S. 28), o. V., o. J., Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, 30981 VEB Messgerätewerk Zwönitz, Elektrokardiograf 6-NEK 1-F2/ 6NEK-2/ 6NEK-3/ NEK-2/6RG-1/2/ 6-NEK-4/ 6-NEK-1, Archivaliensignatur: 70/1-2
team_kaktus.txt · Zuletzt geändert: 2022/08/02 19:53 von Dennis Sitter
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