Subjektive Patientenkonzepte zur Inanspruchnahme hausärztlicher Versorgung - eine qualitative Vergleichsstudie zwischen Deutschland und Norwegen

Patients' Subjective Concepts about Primary Health Care Utilization: a Qualitative Comparative Study Between Norway and Germany

Principal Investigator

Dr.med. Wolfram J. Herrmann, MHE

Project Team

  • Magdeburg: Dr. Wolfram J. Herrmann, Alexander Haarmann, Anne-Katharina Koch, Kevin Schröder, Jona Ober, Christina Wagenknecht, Prof. Dr. Thomas Lichte, Prof. Dr. Markus Herrmann
  • Berlin: Prof. Dr. Uwe Flick
  • Bergen: Prof. Dr. Anders Bærheim, Sabina Sendrowicz
  • Guests: Dr. Sebastian Huter, Jan Islei
  • former team members: Anne Bretschneider, Yvonne Marx, Stephan Bilkenroth, Sigurd Skrondal

Final symposium / Abschlusssymposium

Am Mittwoch, den 18.02.2015, findet das Abschlusssymposium „Inanspruchnahme (haus-) ärztlicher Versorgung - Ergebnisse und Implikationen eines deutsch- norwegischen Forschungsprojektes“ im Konferenzraum der Universitätsklinik/Medizinischen Fakultät Magdeburg (Haus 18, Raum 220) statt.

ab 10:00 Ankommen, Anmeldung
10:30-11:00Begrüßung&Hintergrund der Studie; Dr. W. Herrmann mit Prof. T. Lichte & Prof. M. Herrmann
11:00-11:30Methodische Herausforderungen der Studie; Dr. W. Herrmann; Kommentar: Prof. U. Flick (FU Berlin)
11:30-12:00 Zuzahlungen als Steuerungsinstrument aus der Patientenperspektive; A. Haarmann, Dr. W. Herrmann; Kommentar: Prof. J. Köberlein-Neu (Univ. Wuppertal)
Mittagspause
13:00–13:30 Rolle und wahrgenommene Kompetenzen von Hausärzten im Vergleich zwischen Deutschland und Norwegen; A. Haarmann; Kommentar: Dr. H. Kamps (Berlin)
13:30–14:00 Ein neues Modell von Inanspruchnahme; Dr. W. Herrmann
14:00–14:30 How may medical education prepare for continuous care of complex patients? Prof. A. Bærheim (Univ. Bergen), Dr. W. Herrmann, A. Behr (Berlin)
Kaffeepause
15:00–15:30 Krankschreibungen - Zeit für eine Reform? A. Haarmann, Dr. W. Herrmann; Kommentar: S. Wiedemeyer (DGB), Dr. J. Pimpertz (IdW)
15:30–15:45 Intervalle in der Versorgung chronisch kranker Patienten - evidenzbasiert? Dr. W. Herrmann}
15:45–16:30 Welche Implikationen ergeben sich für Politik und Selbstverwaltung? Diskussionsrunde mit Dr. B. John (KV Sachsen-Anhalt), Dr. M. Partsch (GKV-Spitzenverband), S. Wiedemeyer (DGB), Dr. J. Pimpertz (IdW), Prof. B.-P. Robra (OVGU)
im Anschluss Stehempfang

Die Einladung findet sich in pdf-Form hier.

Das Programm des Symposiums findet sich in pdf-Form hier.

News

Am 28.1.2015 haben wir die Ergebnisse unserer Studie im Department of Global Health und Primary Health Care der Universität Bergen vorstellen.

Dr. Sebastian Huter aus Österreich war im September Gast in unserem Forschungsprojekt.

Dr. Wolfram Herrmann wurde für das Funkkolleg Gesundheit zum Thema Mehr Zeit zu den Ergebnissen des Forschungsprojektes interviewt. Sie können den Beitrag unter http://funkkolleg-gesundheit.de/themen/26-mehr-zeit/ anhören.

Auf dem Deutschen Kongress für Versorgungsforschung (DKVF), auf dem europäischen Allgemeinmedizinkongress WONCA Europe in Lissabon und auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin in Hamburg (DEGAM 2014) haben wir Ergebnisse unserer Studie und des Bürgerforums präsentiert.

On 28/01/2015, we presented the results of our study at the Department of Global Health and Primary Health Care of the University of Bergen.

In September, Dr. Sebastian Huter (from Austria) was visiting our project.

Dr. Wolfram Herrmann has been interviewed for a radio show on health and time. You can listen to the (German) show on http://funkkolleg-gesundheit.de/themen/26-mehr-zeit/.

At the German congress of health care services research, the WONCA Europe conference and at the German congress of general practice and family medicine, we have presented results from our study and the citizens' forum.

Zusammenfassung/Abstract

Die Inanspruchnahme ambulanter ärztlicher Versorgung ist in Deutschland im internationalen Vergleich ungewöhnlich hoch. Die klassischen Modelle des Inanspruchnahmeverhaltens, wie beispielsweise das Verhaltensmodell. von Andersen oder das Health Belief Model von Rosenstock können diese deutlichen Unterschiede nicht erklären. Auch Faktoren des Gesundheitssystems, wie z.B. Gatekeeping, erklären die Unterschiede im Inanspruchnahmeverhalten nicht hinreichend.

Unsere Hypothese ist, dass die subjektiven Konzepte von Patienten zur Inanspruchnahme hausärztlicher Versorgung eine wichtige Rolle bei der Erklärung des unterschiedlichen Inanspruchnahmeverhaltens spielen und daher das unterschiedliche Inanspruchnahmeverhalten in verschiedenen Ländern erklären können. Ziel dieser Studie ist daher die Unterschiede in den subjektiven Konzepten zur Inanspruchnahme hausärztlicher Versorgung von Patienten am Beispiel von Deutschland und Norwegen zu explorieren.

Zur Beantwortung dieser Fragestellung haben wir ein qualitatives Studiendesign gewählt. Jeweils 20 Patienten in Deutschland und Norwegen sollen mit qualitativen episodischen Interviews befragt werden. Ergänzend werden in je vier norwegischen und deutschen Hausarztpraxen teilnehmende Beobachtungen durchgeführt. Die Auswertung soll mittels thematischen Kodierens erfolgen. Es werden anhand ausgewählter Kategorien Fall- und Gruppenvergleiche durchgeführt und es können so Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den subjektiven Konzepten zur Inanspruchnahme hausärztlichen Verhaltens zwischen Patienten in Deutschland und Norwegen herausgearbeitet werden.

In Germany, the utilization of ambulatory health care services is high compared with others countries. The usual models of health care utilization, such as Rosenstock's Health Belief Model and Andersen's Behavioral Model cannot explain these differences adequately. Organisational factors of the health care system such as gatekeeping do not explain the magnitude of the differences.

Our hypothesis is that patients' subjective concepts about primary health care utilization play a major role in explaining different health care utilization behavior in different countries. Hence, the aim of this study is to explore these subjective concepts comparatively, exemplary between Germany and Norway.

We chose a qualitative study design. In Norway and Germany, we are going to interview 20 patients each with qualitative episodic interviews. Additionally, we are going to conduct participant observation in four German and four Norwegian primary care practices. The data is going to be analyzed by thematic coding. By selected categories, we are going to do comparative case and group analyses. Thus, we are going to develop a concept and understanding of similarities and differences between the subjective concepts regarding primary health care utilization in Germany and Norway.

Presentations and Publications

Publications

Presentations

  • 19/09/2014 Schröder K, Haarmann A, Herrmann WJ: Gibt es Unterschiede zwischen Patienten, die nach konsekutivem Vorabsampling in ein qualitatives Interview einwilligen und denen, die es ablehnen? DEGAM 2014, Hamburg, Poster.
  • 19/09/2014 Herrmann WJ, Haarmann A, Flick U, Bærheim A, Lichte T, Herrmann M: Auf dem Weg zu einem prozessorientierten Modell von Inanspruchnahme medizinischer Versorgung. DEGAM 2014, Hamburg, Vortrag.
  • 19/09/2014 Herrmann WJ, Haarmann A: Dürfen wir in Zukunft nicht mehr so oft zum Arzt gehen? Ergebnisse eines Bürgerforums zur Zukunft hausärztlicher Versorgung in Zeiten des demografischen Wandels. DEGAM 2014, Hamburg, Vortrag.
  • 19/09/2014 Haarmann A, Herrmann WJ, Bærheim A, Flick U, Lichte T, Herrmann M: Kompetenzen bei Allgemeinärzten aus Sicht von Patienten: Mediziner mit Ganzheitsblick oder Überweisungsinstanz? DEGAM 2014, Hamburg, Vortrag.
  • 24/06/2014 Herrmann WJ, Haarmann A, Bærheim A, Flick U, Lichte T, Herrmann M: Wiedereinbestellungen durch nicht-hausärztliche Spezialisten als mögliche Form der anbieterinduzierten Nachfrage. DKVF 2014, Düsseldorf, Posterpräsentation.
  • 24/06/2014 Haarmann A, Herrmann WJ: Bürgerforen als partizipative Möglichkeit der Wissenschaftskommunikation – Erfahrungen für die Versorgungsforschung aus einem Pilotprojekt. DKVF 2014, Düsseldorf, Posterpräsentation.
  • 03/07/2014 Herrmann WJ, Haarmann A, Flick U, Bærheim A, Lichte T, Herrmann M: Potential supplier-induced demand by enforced control visits to specialists. WONCA Europe 2014, Lissabon, Vortrag.
  • 03/07/2014 Herrmann WJ, Haarmann A: Local citizens’ forums on primary health care utilization and the future of primary health care - experiences and results. WONCA Europe 2014, Lissabon, Vortrag.
  • 13/10/2013 Haarmann A, Herrmann WJ Einzeln oder lieber gemeinsam? – Präferenzen deutscher Patienten im Hinblick auf die Praxisform. DKVF 2013, Berlin, poster presentation.
  • 14/09/2013 Haarmann A, Herrmann WJ, Bærheim A, Lichte T, Herrmann M. Zuzahlungen in der primärärztlichen Versorgung und ihre Steuerungseffekte - am Beispiel Deutschlands und Norwegens. DEGAM 2013, München, oral presentation.
  • 13/09/2013 Herrmann WJ, Haarmann A, Flick U, Bærheim A., Lichte T, Herrmann M. Unterschiede der von Patienten genutzten Sprache zur Beschreibung medizinischer Probleme - erste Ergebnisse einer vergleichenden qualitativen Studie zu Patientenkonzepte zur Inanspruchnahme hausärztlicher Versorgung. DEGAM 2013, München, oral Presentation .
  • 22/08/2013 Herrmann WJ, Haarmann A, Flick U, Herrmann M, Bærheim A. Differences in patients‘ language use describing their medical problems - Preliminary results from a comparative qualitative study on patients‘ concepts about primary health care utilization. Nordic GP 2013, Tampere, oral presentation.
  • 25-29/06/2013 Herrmann WJ, Haarmann A, Bærheim A, Flick U, Lichte T, Herrmann M: Patients' subjective concepts about primary health care utilization: Study protocol of a qualitative comparative study between Norway and Germany. WONCA 2013, Prag (Poster)
  • 28/09/2012 Herrmann WJ, et al. Kann Andersens Behavioral Model die Unterschiede in der Inanspruchnahme ambulanter ärztlicher Versorgung zwischen Deutschland und Norwegen erklären? German Congress of Health Services Research, DKVF 2012, oral presentation.
  • 21/09/2012 Herrmann WJ, et al. Subjektive Patientenkonzepte zur Inanspruchnahme hausärztlicher Versorgung - Studienprotokoll einer qualitativen Vergleichsstudie zwischen Deutschland und Norwegen. Oral presentation at German Congress of General Practice and Family Medicine, DEGAM 2012
  • 21/10/2011 Herrmann WJ, et al. Subjektive Konzepte von Patienten zur Inanspruchnahme hausärztlicher Versorgung – eine qualitative Vergleichsstudie zwischen Deutschland und Norwegen. Oral presentation at 10. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung and 18. GAA-Jahrestagung.

Öffentlichkeitsarbeit/Dissemination

  • Dr. Wolfram Herrmann wurde für das Funkkolleg Gesundheit zum Thema Mehr Zeit zu den Ergebnissen des Forschungsprojektes interviewt

http://funkkolleg-gesundheit.de/themen/26-mehr-zeit/

  • Pressemitteilung zum Bürgerforum

http://www.med.uni-magdeburg.de/Pressestelle/Pressemitteilungen/Mitteilungen+2013/D%C3%BCrfen+wir+nicht+mehr+so+oft+zum+Arzt+gehen_.html

  • Pressemitteilung zu Beginn der Studie

http://www.med.uni-magdeburg.de/Pressestelle/Pressemitteilungen/Mitteilungen+2012/Vergleichsstudie+.html

Förderung/Funding

DFG, Förderkennzeichen HE 6399/1-1 und HE 6399/1-2; DFG-Nachwuchsakademie Versorgungsforschung

Contact

start.txt · Zuletzt geändert: 2015/02/15 14:27 von wolframherrmann
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