16.06.1998

16. Juni 1998

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Transfer zwischen Hirnforschung und regionaler Wirtschaft - Neues Wissenschaftszentrum eröffnet

Bilder: Eindrücke von er Einweihung des Zenit im Beisein von Ministerpräsident Dr. Reinhard Höppner und der Vorsitzenden des Kuratoriums ZNS für Unfallverletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems e.V., Dr. Hannelore Kohl.


Im Beisein des Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reinhard Höppner, und der Vorsitzenden des Kuratoriums ZNS für Unfallverletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems e.V., Dr. Hannelore Kohl, wurde das Forschungszentrum für angewandte Hirnforschung und Medizintechnologie eingeweiht, das in Europa bislang einmalig ist. In einem dreistöckigen Forschungskomplex werden künftig Wissenschaftler aus fünf privaten Forschungsunternehmen, elf Universitätsinstituten und Kliniken sowie Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme arbeiten.
Auf dem Gebiet der Erforschung des Gehirns ist Magdeburg durch die Leistungen der Wissenschaftler an der Universität und am Leibniz-Institut für Neurobiologie international bekannt geworden. Viele dieser Grundlagenforschungen sind inzwischen reif für eine Überführung in die praktische Anwendung. Beispiele sind Computer-Trainingsprogramme zur Wiederherstellung der Sehleistungen nach einer Schädigung des Gehirns, Verfahren zur pharmakologischen Wirkstoffsuche sowie Arbeiten auf dem Gebiet von Herzschrittmachersystemen und Defibrillatoren.
Für das Bauvorhaben standen rund 50 Mio. Mark aus Geldern des Europäischen Fonds für Regionalentwicklung und aus Eigenmitteln der ZENIT GmbH zur Verfügung.




Weltgeschehen

  • Der 82jährige Gründer des südkoreanischen Hyundai-Konzerns, Chung Ju Yung, schickt 50 Lastwagenladungen mit 500 Rindern nach Nordkorea und erhält dafür die Erlaubnis, das Land persönlich zu besuchen.
  • Aus dem US-Bundesstaat Florida wird erstmals eine Geburt im Internet übertragen. Bei 50 000 Interessenten ist die Homepage des US-Senders Health Network jedoch überlastet.

Deutschland

  • Der ostdeutsche Technologiekonzern Jenoptik geht an die Börse. Insgesamt werden 22,7 Mio. Aktien des Thüringer Unternehmens zum Ausgabepreis von 34 DM platziert.
  • Durch Wirtschaftskriminalität im Zusammenhang mit der deutschen Einigung sind nach bisherigen Erkenntnissen des Bundestags-Untersuchungsausschusses »DDR-Vermögen« Schäden zwischen 3 und 10 Mrd. DM entstanden.
  • Der brandenburgische Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) darf nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe als langjähriger Mitarbeiter der Stasi bezeichnet werden. Eine entsprechende Äußerung des stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden im Berliner Abgeordnetenhaus, Uwe Lehmann-Brauns, unterliegt demnach dem Schutz der Meinungsfreiheit.

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Quellen

1991-2000/1998/06/16.06.1998.txt · Zuletzt geändert: 2013/03/18 17:02 von schirrme
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